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 ASB Aktivitäten (auch in der Presse)

Jubiläumstrilogie 2016

Auch in diesem Jahr konnte der Altschülerbund wieder ehemalige Schülerinnen und Schüler

der Jubiläumsjahrgänge in unserer Schule begrüßen: 1991 (Silbernes Abitur), 1976 (40 J. Abitur) und 1966 (Goldenes Abitur). Dabei stand Wiedersehen und Zusammensein mit den ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern natürlich im Vordergrund. Wesentlichster Bestandteil jeder Veranstaltung ist die Rede von Günter Heitmeyer. Dieser war selbst Schüler am RGS (Abi 1959) und darf mit Genehmigung der Schulleitung in den Archiven des RGS nach spannenden Beiträgen aus der alten Schulzeit suchen. Fundgruben sind dabei die alten Schulakten mit Protokollen und Aufzeichnungen der Schulleitungen sowie die alten Abiturzeitungen der damaligen Abiturienten. Das Gefundene lässt viele humorvolle Ausführungen nach so vielen Jahren zu. Man erlebte zusammen die alte „Penne“ neu. Jeder war wieder dabei und durfte gemeinsam mit den Anderen schmunzeln.

Die jeweils um 14 Uhr begonnenen Veranstaltungen endeten dann am Abend altersgemäß, aber immer mit Open End: etwas gesetzter bei den Goldenen und mit DJ und Abtanzen bei den Silbernen.

Erfreulich für alle ist, dass Jahr für Jahr über 60% des jeweiligen Jahrgangs anwesend sind. Ein wichtiges Argument für die Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen durch den Altschülerbund sind die Spenden, die nach den Veranstaltungen als Dankeschön bei uns eingehen und die es ermöglichen, Schüler und Schule innovativ und wirkungsvoll zu unterstützen.

In Deutschland gibt es nur sehr wenige Schulen mit der Bereitschaft und dem vielseitigen Engagement des Altschülerbunds, Kontakte mit den Ehemaligen zu pflegen und diese mit ihrer alten Schule zu vernetzen.

Einmalig: Zwei Abi-Durchgänge in einem Jahr

Goldene Hochschulreife des Kurzschuljahres 1966 am Ratsgymnasium Stadthagen weckt vielfache Erinnerungen

VON RENATE JESCHKE W ir haben Monate Zeit gehabt, uns mental auf die Wiederbegegnung nach 50 Jahren einzustellen dank der frühen Einladung und umsichtigen Recherche durch Rolf Aust für den Altschülerbund am Ratsgymnasium Stadthagen (RGS). Und doch verspür- te offenbar nicht nur ich eine gewisse Aufregung bei der ersten Begrüßung vor unserer „alten Penne“ inmitten der zunächst fremd wirkenden etwa 70-Jährigen. Prüfende Blicke und Fragen, Erkennen und Erkanntwerden, Überraschung und befrei- endes Lachen bestimmten den Anfang eines vielfältigen Jubiläumsprogramms. Aust, diesmal selbst goldener Abiturient und langjähriger ehemaliger Lehrer am RGS, erläuterte in seiner Begrüßung die Einmaligkeit, dass 1966 gleich zwei Abi-Jahrgänge – im Frühling und Herbst – zu befeiern seien. Der Grund damals war die Einführung von Kurzschuljahren für die Verlagerung des Schuljahresbeginns.

Lehrerpersönlichkeit prägt das Leben als Schüler

Die Einstimmung durch Hornund Klaviermusik von jugend- lichen Preisträgern und die gleichzeitige Foto-Präsentation über unsere ehemaligen Lehrer war ein wunderbarer Beginn für Erinnerungen mit der verblüffenden Erkenntnis, dass unsere „alten Pauker“ auf den Bildern deutlich jünger waren als wir jetzt. Schülerleben verbindet sich unwei- gerlich mit Lehrerpersönlichkeiten, das war den mimischen Reaktionen deutlich anzusehen. Bald tauchten wir ein in unsere schulische Welt vor einem halben Jahrhundert. In dem Referat von Karl-Heinz Pörtge, ebenfalls ein Mitabiturient, ging es um diverse Standortbestimmungen des geografischen Mittelpunktes Deutschlands. Für die Anwesenden stand eindeutig fest, dass dieser zumindest für diesen Tag des Wiedersehens in Stadthagen im Ratsgymnasium lag. Dazu trug auch auf humorvolle Weise Günter Heitmeyer, eine Institution als ehemaliger Schüler und Lehrer, bei, indem er schmunzelnd aus dem Nähkästchen plauderte. Anekdoten vom „Anstaltsleiter“ Dr. Stracke und Kuriositäten aus der Umzugszeit ins neue Schulgebäude sorgten für Heiterkeit und reichlich Gesprächsstoff beim Kaffee. Dabei beglückte uns Aust mit Kopien unserer damals noch notwendigen handschriftlichen Werde- und Bildungsgänge mit beigefügten Beurteilungen der Klassenlehrer, die durchaus ambivalente Reaktionen auslösten. Bewunderung herrschte jedenfalls allerseits für die sorgfältige Archivierung, von der alle „Goldenen“ profitierten, in Form einer eigens gebrannten DVD mit historischen Dokumenten. Nicht nur die von weit her Angereisten ließen sich dann gern auf eine Stadtführung ein, um Altes und Neues zu entdecken. Einheimische freute es, schöne Seiten mit Augen des Besuchers zu sehen.

Zeit und Vergänglichkeit werden bewusst

Beim Abend-Buffet konnte ich die Bemerkung meines Tischnachbarn nur bestätigen: Aus dem ersten Fremdsein war längst wieder die alte Vertrautheit geworden, das Lachen, die Gestik, eigentlich wie früher, auch wenn nicht mehr alle Haare, dafür umso mehr Falten zu sehen waren. Ja, es war ein Bewusstwerden von Zeit und Vergänglichkeit – einige Mitschüler sind bereits verstorben, andere konnten oder mochten nicht anreisen. Und es war ein Gefühl von großer Dankbarkeit für die wie auch immer erlebte gemeinsame Schulzeit, ein wahrer Erinnerungsschatz. Großartig, dass diese Begegnungsmöglichkeit hier so gestaltet wird, fast im Mittelpunkt Deutschlands!

40 Jahre Abitur 1976

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