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Schüleraustausch mit Tudela

Basisinformationen

Tudela, im Nordosten Spaniens, ist eine im Süden der Region Navarra im Tal des Flusses Ebro gelegene Stadt mit etwa 35 000 Einwohnern. Tudela ist das Zentrum des Weinanbaus in Navarra, die Hauptstadt dieser Region ist Pamplona (ca. 200 000 Einwohner). Ein Besuch dieser für die Stierläufe bekannten Stadt steht meistens ebenso auf dem Programm wie Ausflüge in die im Süden gelegene Steinwüste Bardenas Reales und nach Zaragoza mit Besichtigung des maurischen Palacio de la Alfajería aus dem 11. Jahrhundert.

Tudela selbst blickt auf eine lange und wechselhafte Geschichte zurück, im historischen Stadtkern spürt man noch heute die Einflüsse der ehemaligen maurischen, jüdischen und christlichen Kulturen. In Tudela und Umgebung bieten sich die Kathedrale, Klöster, Burgruinen und Herrenhäuser als Ausflugsziele an.

Die Austauschschule IES Valle Ebro ist ein Instituto (in etwa das deutsche Gymnasium) und ist von der Größe her mit dem Ratsgymnasium vergleichbar. Seit dem Schuljahr 2012/13 können die Schüler dort ab der 6. Klasse Deutsch als Zweit-/ Fremdsprache anwählen, und der erste Austausch mit dem RGS fand bereits im Schuljahr 2014/15 statt. Während des Austausches besuchen die Schüler neben dem Rahmenprogramm auch für mindestens einen Tag die jeweilige Gastschule, um einen Eindruck vom dortigen Schulleben und dem Schulalltag ihrer Austauschpartner zu gewinnen.

Was wird allgemein gemacht?

Die Schülerinnen und Schüler

  • leben jeweils in einer Gastfamilie und erfahren kulturelle Unterschiede, wie z.B. Schlafgewohnheiten, Essenszeiten, Speisen etc.,
  • gehen zur Schule ihrer Austauschpartner und lernen deren andersartigen Schulalltag kennen,
  • werden im Rathaus vom Bürgermeister begrüßt,
  • machen Ausflüge in die Umgebung, um so die Besonderheiten der Region kennenzulernen (in Deutschland zählen Bremen oder Hamburg, die Autostadt in Wolfsburg und das Bückeburger Schloss zu den Programmpunkten),
  • erweitern ihre Sprechkompetenz, da sie permanent von der zu lernenden Zielsprache umgeben sind.

Der Austausch dauert jeweils 7 Tage und wendet sich vorrangig an unsere 8. Klassen, vereinzelt können aber auch Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen teilnehmen. Der Deutschlandbesuch der spanischen Gruppe findet normalerweise im Dezember, der Gegenbesuch im März / April des entsprechenden Schuljahres statt. Die Kosten inklusive Programm belaufen sich, abhängig vom Flugpreis, auf etwa 320 €.

Erfahrungsbericht: Schüleraustausch mit Tudela 2017/18

Am Freitag, 9. März, trafen wir uns früh morgens am Bahnhof in Stadthagen. Wir warteten aufgeregt auf unseren Zug, der um 7:37 Uhr kam und uns zum Flughafen Köln/Bonn brachte. Unser Ryanair-Flugzeug startete um 13:30 Uhr und flog uns in unser Abenteuer nach Spanien. Als wir dann um 15:50 Uhr in Vitoria landeten, stieg bei allen die Aufregung: Wir waren gespannt, die Gastfamilien kennenzulernen und freuten uns, unsere Gastgeschwister, die bereits im Dezember in Stadthagen waren, endlich wiederzusehen. Nachdem wir unsere Koffer abgeholt hatten, warteten wir auf den Zubringerbus zum Bahnhof; dieser war jedoch überfüllt. Somit mussten unsere Lehrerinnen, Frau Illgen und Frau Walte, nach einer Alternative suchen und riefen für uns mehrere Taxis.

Nach einer sehr lustigen Taxifahrt erreichten wir den Bahnhof in Vitoria und hatten nun Freizeit, um uns die Stadt anzusehen oder etwas Leckeres in einer typisch spanischen Casablanca-Bar, zu essen. Um 19 Uhr kam unser Zug, und wir stiegen voller Aufregung und etwas müde ein. Bevor wir Tudela um 21:33 Uhr erreichten, mussten wir noch einmal umsteigen. Dort warteten unsere Gastfamilien voller Vorfreude und schlossen uns in ihre Arme. Nachdem wir uns alle voneinander verabschiedet hatten, fuhren wir mit unseren Gastfamilien zu ihnen nach Hause und lernten uns gegenseitig kennen.

Am nächsten Tag hatten wir zunächst Zeit, etwas mit unserer Gastfamilie zu unternehmen und hatten dabei auch sehr viel Spaß. Später am Abend trafen wir uns beim Bowling Center in Tudela und verbrachten danach noch eine lustige Zeit bei Burger King.

Am Sonntag mussten wir schon etwas früher aufstehen, weil die spanischen Familien geplant hatten, mit uns ein Kloster, eine Kirche und danach ein Weinmuseum zu besuchen. Zum Mittagessen waren wir in einem Restaurant, wo es leckeres spanisches Essen gab. Für den Nachmittag war eigentlich eine Wanderung geplant, jedoch regnete es zu stark, und so mussten wir sie abbrechen. Deshalb hatten wir am Nachmittag noch genug Zeit, uns z.B. mit Freunden zu treffen.

Den ersten Schultag hatten wir am Montag. Die Direktorin begrüßte uns und ein paar Schüler führten uns durch die Schule. Danach konnten wir in der Cafeteria der Schule noch frühstücken. Etwas später machten wir uns auf den Weg in die Stadt, wo wir den Bürgermeister trafen und uns auch dieser herzlich willkommen hieß. Die spanischen Schülerinnen und Schüler mussten leider wieder zur Schule. Wir Deutschen gingen in die Innenstadt und machten eine Rallye, um Tudela besser kennenzulernen. Zurück in der Schule gab es ein gemeinsames Mittagessen mit unseren Austauschpartnern. Anschließend erkundeten wir Tarazona. Nach der Stadtführung hatten wir noch Zeit, um einkaufen zu gehen. Um 19:30 Uhr trafen wir wieder in der Schule IES Valle del Ebro ein, wo uns unsere Gasteltern abholten.

Am Dienstag hatten wir unsere erste Unterrichtsstunde in der spanischen Schule, und danach fuhren wir alle mit dem Bus nach Zaragoza. Als erstes besuchten wir dort das Origami Museum und durften auch selbst ein Origami falten, was allen gut gelang, trotz der spanischen Anleitung. Kurz darauf hatten wir eine interessante Führung durch den wunderschönen „Palacio del Aljafería“. Danach hatten wir wieder Freizeit und konnten diese in Läden, wunderschönen Parks oder Cafés verbringen. Später besuchten wir noch die Kathedrale. Um 17:30 Uhr fuhren wir dann zurück zur Schule, wo unsere Gastfamilien schon auf uns warteten.

Am Mittwoch besuchten sechs deutsche Schülerinnen und Schüler das Schulradio und beantworteten einige Interviewfragen, während die anderen am Deutschunterricht teilnahmen. Später fuhren wir mit einem kleinen Bus in die nahe gelegene Steinwüste, den „Bardenas“, um dort eine kleine Wanderung zu machen, diesmal jedoch ohne unsere Austauschschülerinnen und -schüler.

 Am nächsten Tag neigte sich der Austausch bereits dem Ende zu, denn es war der letzte volle Tag. Morgens trafen wir uns wie immer an der Schule und fuhren nach Pamplona, berühmt für die Stierläufe während der Fiesta San Fermín. Dort besichtigten wir die Stadt und sahen auch die Stierkampfarena mit dem Hemingway-Denkmal; Hemingway hat ebenfalls an diesen Läufen teilgenommen. Abends um 18 Uhr startete die Abschiedsfeier mit ganz viel Essen, so wie man das von den Spaniern kennt. Wir hatten alle super viel Spaß und haben viele lustige und teilweise auch etwas peinliche Bilder von uns und den Lehrerinnen per Beamer gesehen. Am späten Abend war diese wundervolle Party leider zu Ende und wir fuhren mit unseren Gastfamilien wieder nach Hause. Den letzten Abend haben wir noch einmal besonders genossen, da es am nächsten Tag wieder heimwärts ging.

Am Freitagmorgen mussten wir schon um 7 Uhr am Bahngleis stehen, um unseren Zug pünktlich zu erwischen. Als der Zug um 7.15 Uhr dann eingetroffen war und die letzten Fotos geschossen waren, verabschiedeten wir uns. Es flossen ziemlich viele Tränen, da man sich so gut kennengelernt hatte und schon so gut verstand, als wäre es die eigene Familie.

 Chiara und Caro, 8b

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