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Ein neues Logo!

Warum ein neues Logo, werden sicher viele fragen? Die Erklärung dafür ist simpel: Jürgen Walte, unser „Kreativ-Manager“ im Altschülerbund, wollte Veränderung und neues Feeling und das gesamte Team des ASB erhoffte sich dadurch mehr Resonanz von den Ex. Wahrscheinlich nur ein frommer Wunsch? Warum überhaupt über uns und die Schule im Internet surfen? Gehen unsere Ehemaligen nicht weitgehend davon aus, dass immer persönliche Ansprechpartner da sind, sei es in der Schulleitung oder beim Altschülerbund seit dessen ‚Wiederbelebung‘ 1983. Sie können sich auf den ASB bei der Planung und Organisation von Jubiläumstreffen wie dem Goldenen und Silbernen Abitur und Feiern wie den Sommertreffen immer verlassen!

A: Unser ‚Kerngeschäft‘ – Planung und Organisation von Jubiläumstreffen

1.Silbernes Abitur: Bis heute ist das Silberne Abitur die am längsten bestehende Jubiläumsveranstaltung, zu der von der Schule bzw. dem Altschülerbund eingeladen wurde (bis Ende der 70-er Jahre ausschließlich durch das RGS selbst). Premiere war das Silberne Abitur 1966 für die Abiturjahrgänge 1938 (erstes Abitur in Stadthagen) bis 1941, mit offizieller Einladung durch die Schulleitung. Es war eine sehr feierliche Veranstaltung im Rahmen der Abiturentlassung des Abi-Jahrgangs 1966, ein Novum für die Schule und für Ehemalige. Dazu gehörte auch die bewegende Rede der Silbernen Abiturienten mit einem Rückblick auf die Anfänge des Abiturs 1938 in Stadthagen. Acht Abiturienten und Abiturientinnen bestanden. Besonders betont wurde der noch intensiv bestehende Kontakt untereinander und – über den Altschülerbund – auch mit dem alten Gymnasium und seinen ehemaligen Lehrern.

Kontinuität und / oder Wandel seit 1966: Zunächst einmal gibt es keine gemeinsame Veranstaltung mehr vom aktuellen Abitur-Jahrgang und den Silbernen Abiturienten im Rahmen der jährlichen Entlassungsfeier, sondern die Jubiläumstreffen sind eigenständige Veranstaltungen des Altschülerbunds und keine offizielle Schulveranstaltung.

Jeweils an einem Samstag im Frühsommer um 14 Uhr beginnen die Veranstaltungen im Ratsgymnasium, nach intensiver Wiederbegegnung vor der Schule auch etwas später, und nach traditioneller Art und Weise in Schaumburg sitzt man mit ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern in der Schulmensa zusammen bei Kaffee, Tee und Erdbeerkuchen. Nach den moderierenden Worten, seit 2007 durch Rolf Aust, steht der Abiturjahrgang im Mittelpunkt eines Vortrags über das jeweilige Abitur bzw. den Abiturjahrgang. Wer kann das besser als Günter Heitmeyer, der seit 2002, als profunder Kenner der Schüler und Schulszene, Amüsantes und Wissenswertes über die jeweiligen Jahrgänge zum Besten gibt. Er gehört zu den Wenigen, die – auch noch 13 Jahre nach seiner Pensionierung - den Zugriff auf die alten Schulordner (keine persönlichen Daten), Herrn Rövers Aufzeichnungen, auf Zeitungsberichte etc. haben. Umrahmt wird die Veranstaltung des Altschülerbunds durch musikalische Beiträge von kleinen Orchestergruppen oder fetzigen Bläserensembles. Der fakultative Rundgang in der alten Schule ruft immer wieder Erinnerungen wach, zeigt aber auch den Wandel zu einem modernen und sehr gut ausgestatteten Gymnasium. Ein Stadtrundgang ist ebenfalls gute Tradition und zeigt die alte Schulstadt in einem neuen Licht, lässt aber auch die innerstädtischen Probleme Stadthagens nicht außen vor. Das vor Jahren komplett renovierte Mausoleum, ein außergewöhnlicher siebeneckiger Kuppelbau mit dem in der europäischen Renaissancegeschichte einmaligen Marmor- und Bronzegrabmal von Adriaen de Vries ist - neben dem Schloss - das kulturelle Highlight Stadthagens. Der Gestaltung des gemeinsamen Abends, bislang in den Händen des Altschülerbunds, wird seit 2 Jahren vom Jahrgang selbst organisiert. Die zukünftige Entwicklung ist offen.

Das Silberne Abitur ist der Klassiker unter den Jubiläumstreffen und mit 60 – 70% der Ex-Abiturienten des Jahrgangs immer gut nachgefragt. Der Rahmen des Treffens ist fest, die EX schätzen diese Form und drücken das nach den Feiern vielschichtig aus. Und jeder weiß, was ihn/sie erwartet: Tradition in seinem besten Verständnis, wozu natürlich auch das Jahrgangsfoto vor dem Schuleingang mit zur Veranstaltung gehört.

Abiturjahrgang 1986 – Silbernes Abitur 2011

Viele Jahrgänge lassen sich für diesen Tag etwas Besonderes einfallen. So haben die Silbernen Abiturienten von 2006 (Abiturjahrgang 1981) eine speziell heraus gegebene Zeitung (s.u.) erhalten und darin u.a. folgenden Zeitablauf analysiert:

Ab 13.30 Ankommen-Zeit: zuerst skeptische Blicke, dann erleichterte Reaktionen.
Ab 14.00 Kaffee-Zeit: Moderation durch den ehemaligen Sportchef mit dem ‚Du‘ aus der Schulzeit sowie Vortrag vom großen Koordinator, der Vergangenes und Vergessenes humorvoll in die Gegenwart zurückholt.
Ca. 17.00 Zeige-Zeit: unterwegs in der Altstadt, wo sich Kirche, Kultur, Architektur und Schaumburger Lebensfreude verbinden.
Ab 19.00 Essen-Zeit: Stadthagen tischt auf.
Ca. 20.00 Gruppen-Arbeit: Zeit in großer und kleiner Runde. Spät(er) Alle und jene Zeit: auch nach Mitternacht sind Ratsgymnasiasten noch aufnahmebereit.

2. Goldenes Abitur – keine private Veranstaltung, sondern am RGS ein Schwerpunkt des ASB

abi81Aus der Tatsache, dass das Abitur in Stadthagen eine recht junge Geschichte aufweist (1938 – 2018), kam es erstmals 1993 zur Einladung eines Treffens zum Goldenen Abitur. Unschwer zu erkennen, dass es einen Widerspruch gibt zwischen dem 1. Abitur in Stadthagen und dem Datum des 50-jährigen Abiturs. Der Grund ist einfach: Zum einen gab es während der Kriegszeiten relativ wenige Abiturienten und auch viele im Krieg gefallene Ehemalige und zum anderen hatte die Schulleitung in jener Zeit diesen Ehemaligenkreis gar nicht im Blick. Es ist ein Verdienst des Altschülerbunds, damals unter der Führung von Wilhelm Homeier, dass es eine offizielle Einladung durch die Schule gegeben hat. Im Schaumburger Land bekannte Ehemalige hatten sich auch dafür stark gemacht, dass es zu einem Treffen kommen konnte. Groß war dann auch die Freude beim Wiedersehen der Abiturienten und Abiturientinnen, die zwischen 1938 und 1944 das Gymnasium Stadthagen verlassen hatten.

Bericht der heimischen Presse (1993): Vor 50 J. legte dieser Personenkreis am Gymnasium Stadthagen die Reifeprüfung ab. Jetzt trafen sich die ehemaligen Abiturienten und Abiturientinnen als „goldene Abiturienten“ im Ratsgymnasium wieder. Gastgeber war der ALTSCHÜLERBUND. Begrüßt wurden die „50er“ vom Schulleiter Werner Röver. Beim Sekt der Marke ‚Schloss Stadthagen‘, O-Saft und Kanapees kamen die Abi-Senioren ins Schwärmen. Erinnerungen an die alte Schulzeit wurden wach. Nach dem Empfang nahm die Gruppe an der offiziellen Verabschiedung der diesjährigen Abiturienten teil; zudem wurden die Räume des Ratsgymnasiums – das alte Gymnasium liegt ja in der Nähe des Schlosses – besichtigt. Das gemeinsame Mittagessen im Landhaus Heine in Niedernwöhren und die Gestaltung des Nachmittags wurde weitgehend von den hiesigen Teilnehmern der Goldenen organisiert.

Der Abiturjahrgang 1954 war der erste Jahrgang nach dem Krieg, der nach 13 Schuljahren das Abitur ablegt hat. Mit dem Goldenen Abitur dieses Jahrgangs (2004) nahm diese traditionelle, jährliche wiederkehrende Veranstaltung des Altschülerbunds seinen Anfang und hat sich in seiner Gestaltung bis heute kaum verändert. Das traditionelle Procedere ist im Ablauf ähnlich wie bei den Silbernen Abiturtreffen. Auch hier hält Günter Heitmeyer eine humorvolle Rede (seit 14 J.) zum und über den Jahrgang und dessen Abiturzeit und hat die Lacher immer auf seiner Seite.

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zeitungWas ist beim Goldenen Abitur anders als beim Silbernen? Bis 1968 mussten die Abiturientinnen und Abiturienten noch verbindlich einen ‚Werde- und Bildungsgang‘ schreiben, aber wer weiß schon noch, was man da so alles hineingeschrieben hat. Jetzt dürfen sie ihn mit nach Hause nehmen., aus Datenschutzgründen natürlich nur den eigenen. Zudem erstellt der Altschülerbund seit einigen Jahren für jeden des Jahrgangs eine DVD über die alte Schulzeit mit Fotos, Berichten, Daten zum Jahrgang etc., ein „Ort des Erinnerns“. Natürlich gibt es deutlich weniger Lehrer aus den vergangenen Abiturtagen, die noch teilnehmen (können). Hier möchte ich OStR H.J. Fischer (90 J.) besonders herausstellen, der es sich nicht nehmen lässt, das Gespräch mit seinen ehemaligen Schülerinnen und Schülern zu suchen und den Nachmittag gemeinsam mit ihnen zu verbringen.

Der nachfolgende Rest der Veranstaltung (s. Silbernes Abitur) ist Tradition im positiven Sinn. Und das Open End am Abend endet meist auch nicht früher als bei den Jüngeren.

Nicht unwesentlich: Mit etwas Abstand zur Veranstaltung und mit der Zusendung der Fotos vom Jahrgangstreffen bittet der Altschülerbund um eine finanzielle Zuwendung zur Unterstützung von Schule und Schüler. Bislang haben sich die Goldenen z.T. sehr großzügig verhalten, sodass wir dadurch sehr viele Projekte unterstützen konnten.

3. 40 Jahre Abitur – ein Ersatz des Goldenen Abitur-Treffens?

heitmeierViele Ehemalige hatten schon lange den Wunsch geäußert, die zeitliche Spanne vom Silbernen Abitur zum nächsten Jubiläumstreffen (Goldenes Abitur) zu verkürzen. 2008 hatten wir dann zum ersten Mal zum Treffen ‚40 Jahre Abitur‘ eingeladen. Ehemalige und der ASB erhofften sich eine noch größere Resonanz und eine höhere Teilnahme von jüngeren alten Lehrern. Die weitere Planung zielt dahin, die Jahrgangstreffen zum Goldenen Abitur nicht mehr durch den Altschülerbund, sondern den betroffenen Jahrgang in eigener Regie und Verantwortung durchführen zu lassen.

B: Ausweitung des Sponsorings

In den letzten Jahren konnten wir die finanzielle Unterstützung von Schule und Schülern deutlich intensivieren. Das liegt daran, dass zum einen durch die hohe Zahl an Teilnehmern an den Jubiläumstreffen bei gleichzeitiger Verstärkung an Attraktivität das finanzielle Dankeschön größer geworden ist. Zum anderen nimmt die Zahl der Ehemaligen zu, die sporadisch eine höhere Summe überweisen. In den jährlichen Rundschreiben erfahren sie über unsere Arbeit und unser Engagement, informieren sich auf unserem Link ASB auf der Homepage des Ratsgymnasiums über unsere Veranstaltungen und Aktivitäten und freuen sich, dass sie einen Beitrag für die Schul- und Schülerentwicklung leisten können. Neben jährlich wiederkehrendem Sponsoring für die SV, die Schüler-Bücherei, die Ruderer des RGS etc. werden immer mehr Projekte gefördert mit klarer Zielsetzung und langfristigen positiven Auswirkungen auf das Schülerverhalten. Inwieweit wir besondere Leistungen der Schüler und Schülerinnen weiterhin auszeichnen wollen, wird jährlich neu entschieden. Intensiviert haben wir die Unterstützung des großen Stadthäger Projekts „Ehemalige Synagoge in Stadthagen“ mit seiner großen Bedeutung als Gedenk- und Lernort für die Bürger der Stadt und vor allem die Stadthäger Schulen. Abschließend können wir feststellen, dass unser Engagement und Wirken sich immer stärker im Bewusstsein der Schüler und der Ehemaligen festgesetzt hat. Wir sind ein Teil des Schullebens am RGS.

C: Gibt es weiterhin Veranstaltungen wie Sommertreffen, Hoffeste …

In den letzten 10 Jahren hatten wir mit den Sommertreffen „Kleines Fest in großer Schule“ und dem 1. Hoffest des Altschülerbunds, als Abendveranstaltung im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre RGS an der Büschingstraße, neue Akzente und auch schulische Highlights gesetzt. 2013 waren ca. 1000 Ehemalige (die ältesten mit Abitur 1954) zusammengekommen, und musikalische und tänzerische Gruppen aus dem Kreis der Ex und des Ratsgymnasiums hatten für einen unvergesslichen Abend gesorgt. Für 2018 war ein weiteres Hoffest angedacht, aber fehlende Resonanz auf Seiten der Ehemaligen hat das Führungsteam des ASB um Rolf Aust veranlasst, auf die diesjährige Ausrichtung zu verzichten. Wir wollen jetzt erst einmal abwarten, ob von den mehr als 7000 ehemaligen Abiturientinnen und Abiturienten zukünftig Anregungen und Unterstützung kommen werden.

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D: ALTSCHÜLERBUND - NETZWERK DER EHEMALIGEN,

so hatten wir unseren Artikel im Jahrbuch 2013 überschrieben. Beim Evaluieren über die vergangenen 5 Jahre können wir positiv festhalten, dass wir unser wichtigstes Ziel, die Pflege von Beziehungen und Verbindungen zur ehemaligen Schule, noch deutlich verstärkt haben. Leider ist unser damals gestarteter Versuch, als mittelfristige Perspektive im Sinne von Alumni-Netzwerken (Alumni = Gesamtheit aller Absolventen einer Schule) tätig zu werden, bislang nur ansatzweise aus den Startlöchern herausgekommen. Gründe dafür sind vielschichtig. Aber ohne Lehrer bzw. Lehrerinnen an der Schule, die ein solches potenzielles Online-Projekt engagiert vertreten wollen, ist ‚Alumni-RGS‘, das viele Vorteile auch für die Schule selbst bringen würde, nicht machbar. Das Führungsteam des Altschülerbunds denkt dabei auch an die Schaffung einer Stelle durch die Schulleitung, wodurch zusätzliche Arbeit auch belohnt würde. Engagierte junge Kolleginnen und Kollegen gibt es doch viele am RGS, und reizvoller als die Mitarbeit in verschieden Gremien dürfte sie auch sein. Das jahrzehntelange Engagement und der Erfolg des jetzigen Teams im ASB beruht hauptsächlich auf den persönlichen Kontakten aus der Schulzeit und den daraus entstandenen Netzwerken. Die Arbeit ist nur auf wenigen und zunehmend alten Schultern verteilt und eine Nachfolge durch Jüngere ist nicht in Sicht. Es ist Zeit für einen Umbruch.

Quo vadis – wie lange noch?

Verbleiben wir also zunächst noch im biblischen Sinn: „So Gott will und wir leben, wollen wir dies oder das tun“ (Jacobus 4/15).

AustRolf Aust für den Altschülerbund

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