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Schulprogramm

Stand November 2015

1. Informationen zur Schule

Das Ratsgymnasium Stadthagen ist in der Kreisstadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg beheimatet und gehört mit ca. 1050 Schülerinnen und Schülern sowie 100 Lehrkräften, Referendarinnen und Referendaren zu den größeren Gymnasien. Die Schülerschaft kommt aus der Stadt Stadthagen und aus den umliegenden Ortschaften des eher ländlichen Kontextes. Die Nähe zur Landeshauptstadt Hannover und ihre gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln spiegelt sich in regelmäßigen Exkursionen zu Museen, Bibliotheken sowie in Opern- und Theaterfahrten von Klassen und Kursen unserer Schule wider.

Das Kollegium des Ratsgymnasiums Stadthagen (RGS) vereint erfahrene und junge Lehrerinnen und Lehrer in einem ausgewogenen Verhältnis. Das Engagement zeigt sich in einem breiten Angebot an Wahlpflichtkursen und Arbeitsgemeinschaften, in einer Vielzahl an Wahlkombinationen in den Schwerpunkten der Qualifikationsphase (Sek. II) sowie in einem breit gefächerten Schüleraustausch-angebot. Herausragend ist das Angebot im musikalischen Bereich, in dem die Schülerinnen und Schüler in Blasorchestern, Big-Bands, Streicherensembles und Chören ihre musikalischen Begabungen umsetzen können.

Die räumliche Situation in der Schule ist erfreulich. In vier Trakten verfügt die Schule über insgesamt 64 Unterrichtsräume. Sämtliche naturwissenschaftliche Fachräume und eine ganze Reihe von Klassenräumen verfügen über Computer-Workstations und fest installierte Beamer sowie Smartboardausstattung, die einen zeitgemäßen Unterricht ermöglichen. Im Herzen der Schule befinden sich die Aula mit einem Zuschauerraum für 700 Personen sowie die Mensa.

Die 150 Sitzplätze der selbstbewirtschafteten Mensa können durchgehend von allen Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Zwischen 7.30 und 14.00 Uhr gibt es eine große Auswahl an Milchprodukten, heißen und kalten Getränken, Obst, Selbstgebackenem und belegten Brötchen. Zum warmen Mittagessen führen mehrere Wege: Die Vorbestellung mit einer Mensakarte, die Online-Vorbestellung oder der direkte Kauf in der Mensa solange der Vorrat reicht. Täglich werden zwei warme Gerichte (darunter ein vegetarisches) vom Mensateam frisch zubereitet. Nach Absprache sind spezielle Gerichte für Allergiker möglich. Zwischen 12.30 und 13.45 Uhr ist die Mensa für die Einnahme von warmen Mittagessen reserviert.

Die Bibliothek ist sehr gut ausgestattet und mit der Stadtbücherei Stadthagen vernetzt. Sie ermöglicht somit auch Zugriff auf deren Katalog. Außerdem bietet sie zehn Computer-Arbeitsplätze mit Internetzugang.

Die Schülerbibliothek hat einen eigenen Bestand von ca. 16 000 Werken. Sie bietet eine große Auswahl an Belletristik - darunter viele Jugendbücher - sowie Sach- und Fachbüchern, Zeitschriften und Lexika. Von Oberstufenschülerinnen und -schülern geschriebene Facharbeiten können eingesehen werden. Die Bibliothek ist montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und am Freitag von 8.00 bis 14.00 Uhr ein Ort der Ruhe und des stillen Arbeitens und Recherchierens. Durchgängig stehen kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Beratung der Schülerinnen und Schüler bereit. Die Medien können mit einem elektronischen Leseausweis ausgeliehen werden. Die Vergabe der Computerarbeitsplätze mit Internetzugang erfolgt nach vorheriger Anmeldung bei der Bibliotheksaufsicht.

Im Außenbereich hat die Schule im Jahr 2008 neue Schulhofflächen erhalten sowie eine Grundsanierung des Hauptschulhofes erfahren. Sie verfügt über eine eigene Turnhalle und in unmittelbarer Nachbarschaft über hervorragende Sportanlagen (z.B. Stadion, Schwimmbad, Tennisplätze usw.).

Das Ratsgymnasium ist in den Jahrgängen 5 bis 9 vier- bis fünfzügig mit durchschnittlich 27 Schülerinnen und Schülern pro Klasse, im Jahrgang 10 siebenzügig bei durchschnittlich 26 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. In den Jahrgängen 11 bis 12 liegt die mittlere Kursfrequenz deutlich niedriger.

Die Schülerzahl in den Jahrgängen der Sek. II beträgt im 11. Jahrgang 142 Schülerinnen und Schüler, im 12. Jahrgang 150 Schülerinnen und Schüler (durchschnittlich 21 pro Kurs).

In den Jahrgängen 5 und 6 arbeitet das RGS mit Klassenlehrerteams bestehend aus jeweils einer weiblichen und einer männlichen Lehrkraft, in den übrigen Jahrgängen der Sek. I (Klasse 7 bis 10) werden die Schülerinnen und Schüler von einer Klassenlehrerin bzw. einem Klassenlehrer betreut. In den Jahrgängen 11 und 12, also in der Qualifikationsphase, ist die Seminarfachlehrkraft gleichzeitig die Tutorin bzw. der Tutor.

In der Sek. I. wählen die Schülerinnen und Schüler für 3 Jahre 2 Fächer aus einem differenzierten Wahlpflichtangebot oder eine 3. Fremdsprache. In der Einführungsphase der Sek. II (Klasse 10) können die Schülerinnen und Schüler eine zweite oder dritte Fremdsprache (Latein oder Spanisch) neu beginnen. In der Qualifikationsphase der Sek. II kann der sprachliche, musisch-künstlerische, gesellschaftswissenschaftliche oder der naturwissenschaftliche Schwerpunkt gewählt werden. Die Fächer innerhalb dieser Schwerpunkte lassen sich vielfältig kombinieren.

Zum Methoden- und Fortbildungskonzept der Schule finden sich Ausführungen unter 4.4.

Kontakt:

Europaschule Ratsgymnasium Stadthagen Büschingstraße 37

31655 Stadthagen

Tel.: 05721 2269

Fax: 05721 6684

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

homepage: www.ratsgymnasium-stadthagen.de

Ansprechpartnerin: Angelika Hasemann, StD‘, Schulleiterin


2. Das Leitbild unserer Schule

Gemeinsam Persönlichkeit entwickeln

Das Ratsgymnasium ist eine lehrende und lernende Institution, die sich den Herausforderungen an eine zeitgemäße Schule stellt. Wir orientieren uns dabei an den Grundwerten Respekt, Achtung, Toleranz und Offenheit auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Idee einer gemeinsamen Zukunft der europäischen Völker.

Vielfalt empfinden wir als Bereicherung. Daher fördern die Lehrerinnen und Lehrer Interessen und Individualität der Schülerinnen und Schüler, die ihrerseits die Schule eigenverantwortlich mitgestalten. Alle an der Schule Tätigen übernehmen gemeinsam Verantwortung für erfolgreiches Lehren und Lernen, ein friedliches, harmonisches Miteinander und für die Natur und die Umwelt. Mit unseren facettenreichen Angeboten bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit, sich aufgeschlossen und wissbegierig neuen Herausforderungen zu stellen, sich einzusetzen und anzustrengen. Dabei wirken wir auch gemeinsam über die Schule hinaus.

Unser Gymnasium ist fest in Schaumburg verankert und versteht sich als integraler Bestandteil des Lebens unserer Region.

Offenheit für Menschen, Ideen, Anregungen und Projekte aus unserer nahen und weiten Umgebung prägen die Arbeit und das Leben an unserer Schule. Als Europaschule fördern wir deshalb Begegnungen mit anderen Nationen und ihren Kulturen.

Unser besonderes Anliegen ist, dass Schülerinnen und Schüler ihr Leben, die Gesellschaft und die natürliche Umwelt selbstbestimmt und verantwortlich mitgestalten. Die dazu notwendigen intellektuellen und kreativen Fähigkeiten sowie die Eigenständigkeit im Denken und Handeln bedürfen - auch zum Erlangen der Studierfähigkeit - der Stärkung der Lernbereitschaft. Auf dem Weg zu diesen Zielen sind sich die Lehrerinnen und Lehrer ihrer Vorbildfunktion bewusst. Alle Beteiligten fühlen sich einem hohen Qualitätsanspruch an Unterricht in allen seinen Formen verpflichtet. Verlässlichkeit bei Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern ist dabei unverzichtbar.

Gemeinschaft prägt den Geist unserer Schule. Gemeinsam gehen wir Probleme an, alle Entscheidungs-prozesse vollziehen sich unter größtmöglicher Transparenz.


3. Bestandsaufnahme

3.1 Ergebnisse und Erfolge

Das Ratsgymnasium Stadthagen hat den Titel "Europaschule in Niedersachsen" vom niedersächsischen Kultusministerium verliehen bekommen, da es sich im Unterricht und in Projekten in besonderer Weise mit europäischen Themen befasst und zahlreiche Partnerschaften in Form von Schüleraustauschen mit Schulen in anderen europäischen Ländern unterhält. Hierbei geht es darum, Jugendlichen von Anfang an das Bewusstsein ihrer Chancen und ihrer Verantwortung als europäische Bürger sowie ein positives Gefühl ihrer Zugehörigkeit zu vermitteln. Dies zeigt sich u.a. in den Austauschprogrammen (siehe 3.3.2) und in den besonderen sprachlichen Qualifikationsmöglichkeiten, die unsere Schule den Schülerinnen und Schüler bietet:

  • Durch Ausschöpfung unseres Sprachenangebotes qualifizieren sich einige unserer Abiturientinnen und Abiturienten in besonderer Weise für eine globalisierte Welt, indem sie bis zu vier Fremdsprachen an unserer Schule erlernen, womit sie zugleich ihre zukünftigen Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt vergrößern.
  • Aus intensivem Sprachunterricht erwachsen regelmäßig Teilnahmen am „Bundeswettbewerb Fremdsprachen".
  • International anerkannte Sprachdiplome wie z.B. das DELF (Diplôme d'Etudes en langue française), das ca. 40 unserer Schülerinnen und Schülern pro Schuljahr erwerben, öffnen ihnen ohne zusätzliche Sprachprüfungen die Türen zu Studien- und Arbeitsplätzen im französischsprachigen Ausland. Entsprechendes gilt für die TOEFL- und TELC-Diplome hinsichtlich der englischen und spanischen Sprache.

Unser Hauptaugenmerk ist natürlich auf das Kerngeschäft gerichtet, d.h. auf guten Unterricht, der in den letzten Jahren zu hohen Erfolgsquoten im Abitur geführt hat. Die Durchschnittsnote im Abitur liegt an unserer Schule immer über dem Landesschnitt bei einer gleichzeitig sehr niedrigen Durchfallquote.

In weiteren Qualifikationsmöglichkeiten und in den Auszeichnungen und Erfolgen, die einzelne Schülerinnen und Schüler oder Lerngruppen des RGS erringen, spiegeln sich die pädagogische Vielfalt, aber auch Schwerpunkte der Arbeit an unserer Schule wider:

  • Neben dem (kleinen/großen) Latinum schließen in jedem Jahr einige unserer Schülerinnen und Schüler ihre sprachliche Schullaufbahn auch mit dem Graecum ab.
  • Den Mittelstufenschülerinnen und -schülern wird die Gelegenheit geboten, am Bundeswettbewerb „Mathematik-Olympiade" und am mathematischen Känguru-Wettbewerb teilzunehmen.
  • Regelmäßig beteiligen sich unsere Schülerinnen und Schüler in Geschichte am „Wettbewerb des Bundespräsidenten".
  • Immer wieder sind im Fachbereich Biologie Einzelne bei der erfolgreichen Teilnahme an den Wettbewerben „Jugend forscht" oder „Schüler experimentieren" begleitet worden und haben regionale oder sogar nationale Platzierungen erreicht. Diese Arbeiten werden durch den jederzeit möglichen Zugang zu einem Schülerlabor, in dem die Schülerinnen und Schüler selbstständig, ohne Lehrkräfte, an einem eigenen mit modernen Geräten ausgestatteten Arbeitsplatz arbeiten können, ermöglicht.
  • Jährlich beteiligen sich Wahlpflichtkurse erfolgreich am Wettbewerb „Das ist Chemie“.
  • Die Theatervorstellungen, die aus intensiver Arbeit des Fachbereichs „Darstellendes Spiel" hervorgehen, finden ausgesprochen positive Resonanz in einer breiten Öffentlichkeit. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule in Polen jedes Jahr ein binationales Theaterstück erarbeitet, das in beiden Ländern zur Aufführung kommt. Hierbei wird dem Gedanken der Völkerverständigung sowie dem Respekt und der Toleranz gegenüber einer besonders leidgeprüften europäischen Nation Rechnung getragen. Im Jahr 2012 erhielten die beteiligten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften deshalb den 3. niedersächsischen Schüler-Friedenspreis.
  • Die Musikerziehung am RGS ist breit angelegt. Die Förderung der musikalischen Talente unserer Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Ensembles (Bläser, Chöre, Streicher) zeigt sich insbesondere bei Konzerten unserer Schule, bei denen bis zu 600 Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppierungen auf der Bühne ihr Können zeigen.

Diese kontinuierlich durchgeführten Aktivitäten unterstützen in besonderer Weise die Entwicklung der Schülerpersönlichkeiten sowie deren interkulturelle Kompetenzen durch persönliche Begegnungen und durch gemeinsames Musizieren mit Schülerinnen und Schülern aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern, bei denen sich Neugier und Offenheit gegenüber soziokultureller Vielfalt entwickeln.

  • Die Ratsband des RGS kann sich über viele nationale und internationale Auftritte und Auszeichnungen freuen.

Das sinfonische Blasorchester des Ratsgymnasiums Stadthagen, die Ratsband Stadthagen, besteht aus 60 Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 und 12. Grundlagen gemeinsamen Musizierens werden den Schülerinnen und Schülern in den Bläserklassen 5 und 6, in der Juniorband der Klassen 7 und 8 und im Vororchester der Ratsband in den Klassen 9 und 10 vermittelt. Bekannt geworden u.a. als Kulturträger für den Landkreis Schaumburg und das Land Niedersachsen ist die Ratsband vor allem durch Wettbewerbe im In- und Ausland, von denen sie fast immer preisgekrönt zurückkehrt. An dieser Stelle seien nur einige ihrer Erfolge genannt: Im Juni 2004 war die Ratsband auf Konzertreise in Spanien und gewann dort die Palme der "Costa del Maresme" mit hervorragendem Erfolg. Im November 2004 vertrat sie Deutschland beim Jugendfestival in Shenzhen (China) und gewann Gold. Im Juli 2008 belegte die Ratsband beim größten Europäischen Jugendmusikfestival in Schladming/Österreich den 2. Platz. Im Juli 2010 spielte sie auf der EXPO in Shanghai und gewann den Youth Orchestra Wettbewerb in Shoaxing (China) mit hervorragendem Erfolg. Im Dezember 2012 wurde der Blasorchesterausbildung am Ratsgymnasium das Gütezeichen für Musik „Nimbus“ vom Niedersächsischen Musikverband verliehen. Regelmäßig führt die Ratsband ein Musical auf. Mit "Missa Katharina" führte das Orchester zum ersten Mal auch eine Messe u.a. beim Kirchentag in Bremen auf und gewann damit 2010 den dazugehörigen Präsentationswettbewerb.

Mehr Informationen über die Ratsband findet man im Internet unter www.ratsband.de

  • In zahlreichen sportlichen Disziplinen nehmen unsere Schülerinnen und Schüler an „Jugend trainiert für Olympia" teil.
  • Unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler melden uns immer wieder zurück, dass sie sich von der Schule gut auf das Studium vorbereitet fühlen. Nicht zuletzt deshalb kehren unsere Schülerinnen und Schüler als „Ehemalige" zu verschiedensten Veranstaltungen in großer Zahl an unsere Schule zurück und organisieren sich zahlreich im „Altschülerbund", der wiederum bei vielen Projekten als Sponsor auftritt.

Der Altschülerbund (ASB) ist organisatorisch eine lose Verbindung ehemaliger Schülerinnen und Schüler des RGS und finanziert sich aus freiwilligen Beiträgen. Hauptziel ist es, den Zusammenhalt und die Verbindung zur alten Schule zu fördern und das positive Klima am Ratsgymnasium auch durch persönliche Kontaktpflege über den Schulabschluss hinaus deutlich werden zu lassen. Sichtbar wird das besonders beim Silbernen (25 J.) und Goldenen (50 J.) Abitur, die vom ASB organisiert werden.. Ein weiterer Schwerpunkt zeigt sich bei der Unterstützung der Schule, u.a. durch die Mitfinanzierung von Jahrbüchern und Schulkalendern, von Laboranschaffungen und Zuschüssen zu diversen Projekten. Dabei fördert der Altschülerbund schulische Aktivitäten wie Schülerwettbewerbe, die Rudergruppe, die Ratsband, die Schülervertretung, die Schülerbibliothek, die Ausgestaltung des Schulgeländes und vieles mehr.

  • Das RGS ist ein wichtiger und anerkannter Kulturträger der Region. Es präsentiert sich in der Schaumburger Öffentlichkeit regelmäßig durch Theatervorstellungen, Konzerte sowie durch eine seit 1991 in zweijährigem Rhythmus stattfindende Spendenaktion zugunsten zweier konkreter brasilianischer Straßenkinderprojekte.

Diese groß angelegte Solidaraktion, zu deren Erfolg fast die gesamte Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft beiträgt, stößt inzwischen auch in der außerschulischen Öffentlichkeit auf breite Resonanz, so dass regelmäßig eine Summe von ca. 20.000 Euro für den guten Zweck gespendet wird. In diesem Zusammenhang hat sich unsere Schule im Bewusstsein der Öffentlichkeit als zuverlässiger Träger sozialer Verantwortung verankert.

  • Seit 2011 wird dem Ratsgymnasium jedes Jahr erneut der Titel „Humanitäre Schule“ zuerkannt. In diesem Zusammenhang findet jährlich ein Run for Help statt, dessen Erlös in diverse Sozialprojekte eingespeist wird. Zusätzlich beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe unter der Anleitung speziell ausgebildeter Humanitärer Scouts aus der Schülervertretung mit der Rolle und Verantwortung der Industriestaaten innerhalb globaler Verflechtungen insbesondere mit den Ländern der Dritten Welt.
  • Das Ratsgymnasium ist zertifizierte Lions-Quest-Schule, das heißt, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler durch regelmäßig durchgeführte Unterrichtseinheiten in den Klassen 5 bis 8 in ihrem Prozess des Erwachsenwerdens begleiten.

In den letzten Jahren ist das Schulgebäude an verschiedenen Stellen renoviert worden. Außerdem konnte mit dem Anbau im Schuljahr 2006/07 ein neuer Trakt mit zeitgemäßen Räumen für Klassen sowie für naturwissenschaftliche und künstlerische Fächer eingeweiht werden.

Bedeutsame Beiträge zur Unterstützung vielfältiger pädagogischer Aktivitäten am RGS leistet neben dem bereits erwähnten Altschülerbund der Förderverein, der beträchtliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

Wir sind ständig bemüht, die Qualität unserer schulischen Arbeit zu verbessern. Deshalb haben wir im Jahr 2007 und 2011 Schüler, Eltern, Lehrer und nicht-pädagogische Mitarbeiter unserer Schule über einen von der Bertelsmannstiftung ausgearbeiteten Fragenkatalog (SEIS = Selbstevaluation in Schulen) umfassend zu verschiedensten Aspekten unseres Schullebens befragt. Diese Umfrage ergab neben einigen Verbesserungspotenzialen (s. Punkt 4) im Wesentlichen große Zufriedenheitswerte der Eltern und Schülerinnen und Schüler bezüglich unserer Ergebnisse und Erfolge, sowohl hinsichtlich des vermittelten Wissens als auch der sozialen Kompetenzen, die unseren Schülerinnen und Schülern in freundlicher und sicherer Atmosphäre vermittelt werden.

3.2 Lernen und Lehren

Schülerorientierung ist ein elementarer Aspekt unseres Unterrichts. Dabei müssen die Lernvoraussetzungen und Lernweisen sowie individuelle Interessen und Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Wo immer möglich, sollen Fragen, Probleme und Erfahrungen der Lernenden Ausgangspunkt des unterrichtlichen Handelns sein. Die Schülerinnen und Schüler werden als Individuen gesehen, die ihren Lernprozess in zunehmendem Maße selbstständig und eigenverantwortlich gestalten. Der Schüleraktivierung durch die Lehrkräfte kommt eine entscheidende Rolle zu. Wann immer es dem Lerngegenstand dienlich ist, werden Lernwege angelegt und beschritten, die die Selbsttätigkeit der Lernenden in den Vordergrund stellen.

Die stets anzustrebende Problemorientierung des Unterrichts regt die Schülerinnen und Schüler an, den Unterrichtsgegenstand sowie damit verbundene Erfahrungen zu hinterfragen, Unbekanntes zu erschließen, Widersprüche aufzudecken und Lösungswege zu suchen und zu beschreiten.

Die Entwicklung des Unterrichts stellt den zentralen Bezugspunkt unserer Arbeit dar. Sie ist damit der wesentliche Bestandteil der Schulentwicklung. Der Leistungsheterogenität der Schülerinnen und Schüler wird Rechnung getragen. Die innere Differenzierung, also das Fordern leistungsstarker und das Fördern leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler, wird angestrebt. Die Entwicklung von Lernmethoden, die unsere Schülerinnen und Schüler zur Bewältigung der gymnasialen Anforderungen befähigen sollen, steht von Beginn an im Fokus unserer alltäglichen Arbeit. Darüber hinaus muss beachtet werden, dass sich die Unterrichtsentwicklung vor allem im Kontext der einzelnen Unterrichtsfächer verwirklichen lässt. Die Umsetzung wird durch die Fachgruppen und Fachkonferenzen geleistet.

Für das Ratsgymnasium ergibt sich die Aufgabe, in einem andauernden Prozess ein gemeinsames Verständnis von Unterricht zu erarbeiten, das Methodenrepertoire zu überprüfen und gegebenenfalls auszuweiten, Unterrichtsvorhaben in Lehrerteams zu planen sowie den Unterrichtsprozess regelmäßig zu evaluieren. Dieses Vorhaben wird u.a. im Rahmen jährlich stattfindender schulinterner Fortbildungsmaßnahmen für das gesamte Lehrerkollegium (SchiLf) verwirklicht. Die Fachgruppen entwickeln Maßstäbe, die als grundlegend für den Unterricht gelten, sowie geeignete Indikatoren für die Evaluation des Fachunterrichts (siehe auch: 4.2. Entwicklungsziele).

Als Ausbildungsschule für das Studienseminar Stadthagen bereiten wir angehende Lehrerinnen und Lehrer auf das Berufsleben vor. Sie melden uns zurück, dass sie sich von unseren Lehrkräften professionell und zugleich sehr empathisch ausgebildet fühlen. Sie ihrerseits bereichern uns mit innovativen Ideen für den Unterricht und geben dadurch Impulse, die die Unterrichtsentwicklung fördern.


 

3.3 Schulkultur

3.3.1 Schulleben

Wir begreifen Schule als Lebensraum und beteiligen die Schülerinnen, Schüler und Eltern an dessen Ausgestaltung. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist eine Unterrichtsgestaltung, die darauf abzielt, das Wissen der Schülerinnen und Schüler zu mehren und ihnen zukunftsrelevante Kompetenzen zu vermitteln, z.B. in den Bereichen Kommunikation, Erkenntnisgewinnung und Wissenserwerb. Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot von unterstützenden Maßnahmen, um den jungen Menschen Wege zum eigenverantwortlichen und individuellen Lernen aufzuzeigen:

  • Orientierung an Leitbild, Schulprogramm und Schulvereinbarung
  • Umfassendes Kompetenzcurriculum für alle Jahrgänge
  • Förder- und Forderprogramme
  • Lions-Quest – Schulung aller Lerngruppen in der Sekundarstufe I
  • Wettbewerbe in Lesen, Geschichte, Geographie, Mathematik, Musik, Theater, Sozialengagement,Naturwissenschaften und Fremdsprachen
  • Arbeitsgemeinschaften ab Klasse 5
  • Wahlpflichtkurse in der Sekundarstufe I
  • Breites Wahlangebot in den Schwerpunkten der Sek. II
  • Aktive Mitarbeit in der Schülerverwaltung
  • Kooperation mit anderen Schulen
  • Kooperation mit Betrieben und außerschulischen Partnern
  • Projekte zur sozialen Verantwortung (z.B. Brasilienhilfe, „Run for Help", Humanitäre Schule)
  • Maßnahmen bezüglich Prävention und Intervention (s. Präventionskonzept Punkt 4.4.4)

3.3.2 Kulturelle Identitäten

Wir unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler dabei, ihre kulturelle Identität zu erleben und zu entwickeln. Dazu gehört es, die eigene Kultur und Geschichte sowie ihre Traditionen und Werte kennen zu lernen und diese kritisch zu würdigen. Zugleich gehört es zur Entwicklung einer kulturellen Identität, sich mit fremden Sprachen, anderen Kulturen und deren Geschichte auseinanderzusetzen, mit dem Ziel, einen von Respekt getragenen Umgang miteinander zu pflegen.

Die Entwicklung kultureller bzw. interkultureller Identitäten unterstützen wir durch

  • philosophische Aktivitäten: Hier geht es im Wesentlichen darum, ein vernünftiges Welt- und Selbstverständnis zu entwickeln. Im 5. Jahrgang versuchen wir, mit dem Projekttag „Rattenscharfes Denken" einen ersten Zugang dazu zu entwickeln. Wir bieten im 5. und 6. Jahrgang auch eine gleichnamige AG an, die sich an alle richtet, die am Nachdenken interessiert sind. Dieser Ansatz findet in der Sek. I seine Fortsetzung im Angebot eines Wahlpflichtkurses Philosophie, in der Sek. II auch als Prüfungskurs. Neben dem Unterricht in der Sek. II finden häufig zu bestimmten Themen Projekte statt, die sich aus dem Unterricht ergeben oder die in Zusammenarbeit mit der Schülerakademie Schaumburg durchgeführt werden. Dazu gehörte in den letzten Jahren z.B. ein Projekt zur Medizinethik (in Kooperation mit dem Klinikum Schaumburg) oder ein philosophisches Theaterstück zur „Unsterblichen Seele“, das das RGS auf dem Festival der Philosophie in Hannover aufgeführt hat.
  • interkonfessionell kooperativen Religionsunterricht
  • Werte und Normen-Unterricht
  • Fremdsprachenunterricht
  • bilingualen Unterricht
  • zahlreiche Gastschülerinnen und Gastschüler am RGS
  • zahlreiche Regelschülerinnen und Regelschüler mit Migrationshintergrund
  • Schüleraustausche:
  • mit europäischen Partnern:
    • England: Wolverhampton
    • Frankreich: Amiens/Soissons/Dijon/Cuffies
    • Polen: Słupca (s. auch 3.3.4: binationales Theaterprojekt) Zum Austausch mit Słupca gehört auch ein Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, wodurch die Schülerinnen und Schüler mit dem dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte konfrontiert werden.
    • Rumänien: Sibiu
    • Schweiz: Biel
    • Spanien: Mungia/Tudela:  Jeder Schüleraustausch mit dem Baskenland führt auch nach Guernica. Das dortige Friedensmuseum bietet nicht nur einen Einblick in die Ereignisse der grausamen Bombardierung von 1937, die unter der Beteiligung der deutschen Legion „Condor“ stattfand, sondern informiert auch über die grundsätzliche Bedeutung von Frieden in Europa und der ganzen Welt. Ziel ist unter anderem, den Besuchern die verschiedenen Arten von Frieden nahezubringen und deren Verständnis von Versöhnung zu erweitern.
  • mit außereuropäischen Partnern:
    • Brasilien: São Paulo
    • Mexiko: Mexiko-City
    • USA: Oak Ridge/Colorado und Tennessee
  • Dieses Studienreiseangebot dient zur Unterstützung des Fremdsprachenunterrichts sowie zur zusätzlichen Vermittlung interkultureller Kompetenzen.
  • Studienfahrt nach Rom im Jahrgang 9
  • Studienfahrt nach Berlin im Jahrgang 10
  • Binationales Theaterprojekt mit Słupca / Polen ( s.o.)
  • Teilnahme an nationalen und europaweit ausgelegten Musikveranstaltungen (s. o.)
  • Kooperation mit dem Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen: Das Ratsgymnasium ist Mitglied und Mitinitiator dieses Vereins, dessen Ziel es ist, die ehemalige Synagoge zu einem Ort des Gedenkens und Lernens hinsichtlich der Geschichte des europäischen Judentums auszubauen.
  • Das schulübergreifende Projekt „Schülerakademie Schaumburg“ : 2013 haben 65 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen niedersächsischen Schulen sowie aus Spanien, Finnland, Polen und der Schweiz an der Tagung „Shaping Europe“ der Schülerakademie Schaumburg in Loccum teilgenommen, die sich mit genau dieser Herausforderung, nämlich Europa zu leben und zu formen, beschäftigt hat.Dabei ging es vor allem darum, die eigenen Vorstellungen von Europa und europäischer Identität zu klären und Ideen zu entwickeln, in welchem Europa wir im Angesicht der Krise in Zukunft leben wollen. Die Tatsache, dass die Tagung auf Englisch stattfand und auch Schülerinnen und Schüler aus anderen europäischen Ländern gekommen waren, ermöglichte diesbezüglich einen ersten sinnvollen Blick über den Schaumburger Tellerrand. Zahlreiche Schülerakademien zu anderen Themen haben bereits stattgefunden und werden auch weiterhin einzelnen unserer Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit geben, sich auf hohem Niveau unter Anleitung von kompetenten Vertretern aus der Wirtschaft bzw. den Universitäten über aktuelle Themen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

3.3.2 Naturwissenschaftliches Verständnis

Wir eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern den Weg zu einem rationalen Weltverständnis. Dazu beschäftigen wir uns unter anderem ebenso mit naturwissenschaftlichen Theorien wie mit praktischen Arbeiten in Form von Untersuchungen und Experimenten. Damit fördern wir genaues Beobachten und kritisches Deuten.

Wir leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, überprüfbare Ergebnisse von Spekulationen zu unterscheiden, sich ein solides Basiswissen anzueignen, das sie befähigt, in Bereichen gesellschaftlicher Relevanz (Technik, Medizin, Ökologie) kritisch Stellung zu nehmen. Sie sollen die Möglichkeiten, aber auch die Gefahren der Naturwissenschaft und Technik kennen lernen, die dem Menschen im Umgang mit der Natur zu Werkzeugen geworden sind und sein Weltbild mitbestimmen.

Dazu bieten wir eine Reihe von Aktivitäten an:

  • Projektarbeit in Biologie, Chemie und Physik
  • Arbeiten an außerschulischen Lernorten und bei naturwissenschaftlich ausgerichteten Exkursionen
  • Eigenständige Arbeit im Schülerlabor
  • Astronomisches Beobachten und Forschen in unserer schuleigenen Sternwarte
  • Schulung im Umgang mit zeitgemäßen Medien (Smartboard) und moderner Technologie (Programmieren von Kleinrobotern)

3.3.4 Musisch-künstlerische Aktivitäten

Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Musik, Darstellendes Spiel und Bildende Kunst Raum, sich als Menschen zu entdecken, die begeistert miteinander etwas Künstlerisches erarbeiten, das viele Sinne anspricht. Sie können Freude entwickeln, wenn sie das Schöne wie das Schwere ausgestalten und dabei Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Gefühle, Perspektiven und Stimmungen entwickeln. Wenn sie gemeinsam musizieren oder Theater spielen, können sie beispielhaft erfahren, wie sie mit ihren Fähigkeiten zum Gelingen einer Aufführung beitragen. Damit fördern wir die Persönlichkeitsentwicklung, denn sie lernen ebenso, sich anzustrengen und diszipliniert zu arbeiten wie kreativ zu sein und frei bzw. spontan zu gestalten. Damit gewinnen sie schließlich den Mut zur Darstellung und zur Präsentation. Wir bieten an:

  • Bläserklassen: In jedem Jahrgang 5 startet eine Klasse mit eindeutig musikalischem Profil, speziell im Bereich „Bläser". Die Klasse wird in Jahrgang 6 fortgeführt.
  • Chöre, Bands, Orchester am RGS: Im Bereich chorischer Arbeit gibt es den Unterstufenchor (Jahrgang 5/6), den Mittelstufenchor (Jahrgänge 7 bis 9) und den Oberstufenchor (Jahrgänge 10 bis 12), die jeweils als schulische Einzelformation auftreten, zu bestimmten Anlässen aber auch zusammenarbeiten. Im Bandbereich der Bläserarbeit gibt es die Ratsband (Sinfonisches Blasorchester der Jahrgänge 10 bis 12), das Vororchester der Ratsband (Jahrgänge 9 und 10) und die Juniorband (Jahrgänge 7 und 8), sowie die Büsching-Street Big Band und die Büsching-Street Big Band Junior als Big-Band-Auskoppelungen der Ratsband und des Vororchesters. Im Bereich der Streichmusik gibt es eine AG (Jahrgänge 5 und 6) sowie ein Streicherensemble (Jahrgänge 7 bis 12).
  • Theaterprojekte: Aus dem Unterrichtsbereich "Darstellendes Spiel" (in Wahlpflichtkursen, AGs oder als Unterrichtsfach neben Musik und Kunst in der Oberstufe) ergeben sich jährlich:
  • Aufführungsprojekte einzelner Jahrgänge
  • in Zusammenarbeit mit dem Polenaustausch polnisch-deutsche Theaterprojekte
  • in Zusammenarbeit mit dem Fach Musik Musiktheateraufführungen und Musicalprojekte Jahr für Jahr kommen rund 50 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Ratsgymnasiums zusammen, um literarische Vorlagen wie „Peer Gynt", „Die Komödie der Eitelkeiten", „Wir im Finale", „Populärmusik aus Vittula", „Alice im Wunderland", „Der Große Gatsby“ und viele andere Stücke szenisch zu interpretieren und mit entsprechenden Songs anzureichern. Mehrfach wurden Inszenierungen im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend spielt für Jugend" am Ballhof in Hannover aufgeführt.
  • Darstellendes Spiel als Unterrichtsfach: Darstellendes Spiel wird am Ratsgymnasium im Bereich der Sekundarstufe I im Wahlpflichtbereich, ab Klasse 10 in Kursen unterrichtet.
  • Aktivitäten im Bereich der bildenden Künste Zeichen- und Maltechniken, Gestalten mit unterschiedlichen Materialien, künstlerische Druckverfahren, dreidimensionale Gestaltungstechniken, Fotokunst etc. werden nicht nur im Kunstunterricht vermittelt, sondern darüber hinaus in Wahlpflichtkursen und Arbeitsgemeinschaften, z.B. in der AG-Töpfern.

3.3.5 Demokratie

Wir halten einen vielseitigen Geschichts- und Politikunterricht für unabdingbar und sehen in diesen und anderen Fächern weitaus mehr Möglichkeiten als nur traditionelle Wissensvermittlung. Am Beispiel des Themas „Europa“ soll hier aufgezeigt werden, welche Bandbreite an Projekten, Wettbewerben und Aktionen sich den Schülerinnen und Schülern am Ratsgymnasium darbietet:

  • Jährliche Gestaltung eines Europatags durch alle Schülerinnen und Schüler, zu dem auch externe Referenten eingeladen werden, die z.B. Workshops anbieten
  • Regelmäßige Teilnahme des Wahlpflichtkurses Politik am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Zentrale für politische Bildung
  • Zusammenarbeit mit dem Europäischen Informationszentrum in Hannover Teilnahme an mehreren Europa-Planspielen für den 10. Jahrgang
  • Teilnahme am schulformübergreifenden Projekt „Communities that Care“ (ab 2012)
  • Engagierte Mitarbeit in der Schülerverwaltung

3.3.6 Sportliche Aktivitäten

Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler, Freude an Bewegung zu erfahren, ihre Belastungsfähigkeit zu testen, ihre persönlichen Grenzen auszuloten und diese auch zu erweitern. Der Sport ist ein unverzichtbarer Teil unseres kind- und jugendgemäßen Schullebens und trägt präventiv zur Gesundheits-, Sozial-, Umwelt- und Freizeiterziehung bei.

Ein vielseitiger Sportunterricht unter Einbeziehung großzügiger Sportanlagen und ein Angebot von Arbeitsgemeinschaften, das deutlich über die traditionellen Schulsportarten hinausgeht, trägt dieser Zielsetzung Rechnung. Im AG-Bereich kooperieren wir mit örtlichen Sportvereinen. Sportspezifische Gruppenerfahrungen werden z. B. bei Ruder- und Skifreizeiten gemacht. Wir bieten deshalb an:

  • Arbeitsgemeinschaften, z.B. Fußball, Schiedsrichterlehrgang, Schwimmen, Rudern, etc.
  • Kompaktkurse, z.B. im Bereich Skifahren und Rudern
  • Sportfeste
  • Spieletage für alle Jahrgänge
  • Turniere
  • Teilnahme an "Jugend trainiert für Olympia"

3.3.7 Berufliche Orientierung und Berufsfähigkeit

Wir zeigen unseren Schülerinnen und Schülern Chancen für ihre Zukunft auf und konfrontieren sie mit den Bedingungen und Anforderungen in Studium und Beruf. Zugleich bieten wir ihnen Hilfen an, sich den Fragen in diesem Bereich stellen zu können. Dazu dienen:

  • Der Zukunftstag
  • Das 14tägige Berufspraktikum im Jahrgang 10 Direkt im Anschluss an die Herbstferien verschaffen sich Schülerinnen und Schüler in der Regel in Betrieben zwischen Minden und Hannover, u.U. aber auch z. B. im Bundestag in Berlin, in einem Nachrichtenmagazin in Hamburg oder einem Chemiekonzern in Süddeutschland Einblicke in die Berufswelt. Ihnen soll damit bewusst gemacht werden, wie wichtig die Auseinandersetzung mit ihrer beruflichen Zukunft schon zu diesem Zeitpunkt ist, weil sie in Kürze vor konkrete Richtungsentscheidungen gestellt werden.
  • Das berufs- und studienvorbereitende Seminar in der Evangelischen Akademie Loccum. Im Jahrgang 11 vertieft das Ratsgymnasium die ein Jahr zuvor im Praktikum gewonnenen Einsichten durch ein aufwändiges zweitägiges Seminar in der Evangelischen Akademie in Loccum jeweils im Januar. Bewusst in nicht-schulischer Umgebung gehen wir dabei der Frage "Was kommt nach dem Abitur?" in drei Informationsblöcken nach: Am Vormittag des ersten Tages werden "konkrete Übergänge" nach dem Abitur wie z.B. Bundeswehr/Zivildienst, Auslandsaufenthalte oder das freiwillige soziale oder ökologische Jahr veranschaulicht. Am Nachmittag stellen ehemalige Ratsgymnasiastinnen und –gymnasiasten, Vertreterinnen und Vertreter von Universitäten und Berufspraktikerinnen und -praktiker über zwanzig verschiedene Berufsfelder vor. Am zweiten Tag nutzen wir die Erfahrungen von Personalchefs, um unsere Schülerinnen und Schüler für Bewerbungssituationen fit zu machen.. Zum Thema Hochschulstipendien können Fachleute der Friedrich-Ebert-Stiftung befragt werden.
  • Die Berufsberatung im RGS Ein qualifizierter und auf die Betreuung von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten spezialisierter Berufsberater der Agentur für Arbeit steht einmal pro Monat für intensive Einzelgespräche im Beratungslehrerzimmer des RGS zur Verfügung.
  • Fachspezifische Schuleignungstests Der psychologische Dienst der Agentur für Arbeit in Hameln bietet immer im Mai Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 und 11 im RGS einen kostenlosen studienfeldbezogenen Beratungstest („Study-Test") für folgende Studienrichtungen an:
    • Philologie (Sprachwissenschaften)
    • Wirtschaftswissenschaften
    • Mathematik/Informatik
    • Naturwissenschaften
    • Ingenieurswissenschaften
    • Jura
    Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Testergebnisse gut prognostizieren, ob eine Person die inhaltlichen Anforderungen der gewählten Studienrichtung bewältigen kann oder mit hoher Wahrscheinlichkeit überfordert sein wird.
  • Besuche der Hochschulinformationstage Das Ratsgymnasium hält Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 dazu an, angebotene Hochschulinformationstage, insbesondere an der Leibniz-Universität in Hannover sowie in Hameln zu nutzen.
  • Projekte mit der Uni Hannover und der Sommer-Uni Rinteln
  • Das schulübergreifende Projekt „Schülerakademie Schaumburg"(s.o.)
  • Bewerbungstraining

3.3.7 Elternarbeit

Über die üblichen gewählten Gremien wie Klassenelternrat, Schulelternrat, Schulvorstand, Gesamtkonferenz, Fachkonferenzen und Steuergruppe hinaus beteiligen sich Eltern an unserer Schule an Projektgruppen, die in pädagogischen Bereichen und an der Schulentwicklung arbeiten. Viele Aktivitäten, die das Schulleben am Ratsgymnasium ausmachen, können nur erfolgreich durchgeführt werden, weil vielfältiges Engagement der Elternschaft - z.B. bei Schulfesten, Benefiz­-Veranstaltungen, sozialen Projekten und Austauschprogrammen - das Kollegium und die Schülerinnen und Schüler aktiv unterstützt. Auf unserer Homepage haben die Eltern ihren eigenen geschützten Bereich.


4. Evaluation – Zielsetzungen – Entwicklung - Konzepte

 

4.1 Selbstevaluation

Das Ratsgymnasium hat in den Jahren 2007 und 2011 jeweils schulinterne Selbstevaluationsverfahren mit dem Instrumentarium SEIS durchgeführt. Dafür wurden alle Kolleginnen und Kollegen, die nicht­ pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schülerinnen und Schüler des 8. und 11. Jahrgangs sowie deren Eltern befragt. Die Auswertung dieser Befragung wurde anhand des kommentierten SEIS-Berichtes vorgenommen, aus dem die folgenden Ziele abgeleitet wurden:

4.2 Entwicklungsziele

Kurzfristige Entwicklungsziele:

  • Unterrichtsentwicklung: Schwerpunkt ist der schüleraktivierende Unterricht Der Unterricht soll sich in der Weise entwickeln, dass der Anteil selbstgesteuerten und kooperativen Lernens sowie Methoden mit hoher Schüleraktivierung im Fachunterricht noch weiter zunehmen.
  • Erarbeitung eines umfassenden Kompetenzcurriculums, das folgende Bereiche umfassen soll: Prävention – Medienkompetenz – Methodenkompetenz – Sozialerziehung mit Lions-Quest –Beratungskonzept – Intervention Das Kompetenzcurriculum ist in Teilen fertiggestellt.
  • Teilnahme am Projekt „Schule ohne Rassismus“ ab dem Schuljahr 2015/216
  • Teilnahme am Projekt „Klimaschutz“ in Kooperation mit dem Schulträger ab dem Schuljahr 2015/16

Mittelfristige Entwicklungsziele

  • Ein transparentes Rückmeldeverfahren zum Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler soll weiter ausgeschärft und realisiert werden.
  • Die Kommunikation zwischen Eltern und dem Kollegium soll durch strukturierte Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden weiter verbessert werden.
  • Bei Leistungsabfall von Schülerinnen und Schülern und/oder sozial auffälligem Verhalten soll ein umsichtiges und angemessenes Krisenmanagement greifen.
  • Innerhalb des Kollegiums soll zur Qualitätssicherung eine schulinterne Hospitationskultur realisiert werden. Dazu müssen systematische Strukturen der Beratung, des Austausches, der Dokumentation und Vernetzung zum Fortbildungskonzept hergestellt werden.

4.3 Maßnahmenplanung zum Erreichen der Entwicklungsziele

  • Übernahme fachspezifischer Methoden in den Unterricht.

Auf Initiative der Steuergruppe werden von der Gesamtkonferenz Projektgruppen eingesetzt, die Pläne erstellen, mit denen die Entwicklungsziele erreicht werden können. Die Steuergruppe steuert die Prozesse und begleitet die Projektentwicklung und -durchführung, deren Ergebnisse zu evaluieren sind.

Als ein Ergebnis mehrerer schulinterner Lehrerfortbildungen (SchiLF) sollen Methoden, die geeignet sind, Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Lernen zu befähigen, verstärkt in den Unterricht integriert werden. Die Umsetzung obliegt den Fachgruppen.


4.4 Konzepte

4.4.1 Förder- und Forderkonzept

Das Konzept besteht aus den drei Bausteinen:

  • Teamgedanke als Leitidee Alle 5. und 6. Klassen werden von Klassenlehrerteams geleitet. Zusätzlich können sie ältere Schülerinnen und Schüler als „größere Geschwister" zur Seite bekommen - die sog. Paten. Beide Elemente gemeinsam sollen die Schülerinnen und Schüler bei kleineren Problemen auffangen und ihnen bei der Integration in die schulischen Rituale helfen. Im Verlauf der Methodentage werden individuelle Stärken der Lernenden ermittelt und geschult und der Teamgedanke als Leitidee entwickelt.
  • Systematische Entwicklung des persönlichen Lernfortschritts Alle Schülerinnen und Schüler werden in ihren fachlichen Leistungen in den Langzeitfächern (erreichtes fachliches Niveau), im Arbeitsverhalten (Motivation/Produktivität/ Leistungen/Vollständigkeit von Materialien) und im Sozialverhalten (im Unterricht und außerhalb) zweimal im Schuljahr beurteilt. Die Beobachtungen werden dokumentiert und bilden die Grundlage für eine systematische Entwicklung des persönlichen Lernfortschritts, ebenso wie für Elterngespräche und -beratung. Alle sich daraus ergebenden Maßnahmen finden in Absprache mit den Erziehungsberechtigten statt.
  • Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung Das konkrete individuelle Förder- und Forderkonzept bietet weitere Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung, gemeinsam mit einem vielfältigen Angebot im Bereich der Arbeitsgemeinschaften für die Jahrgänge 5 bis 10.

Zur Förderung von Kindern mit Lernschwächen und zur Unterstützung von Kindern mit besonderen Stärken wird Förder- bzw. Forderunterricht erteilt. Dieser Unterricht findet in Kleingruppen über einen begrenzten Zeitraum statt und wird neben den verantwortlichen Lehrkräften von erfahrenen Schülerinnen und Schülern betreut. Es gibt Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und in der 2. Fremdsprache sowie zusätzlich eine Hausaufgabenbetreuung.

Darüber hinaus gibt es eine Gruppe „Fordern", in der außergewöhnlich begabte Kinder in speziell auf sie zugeschnittenen Projekten auf weiterführende Aufgaben vorbereitet werden.

4.4.2 Konzept zur Lehrerzufriedenheit und Arbeitsbelastung

Das Ratsgymnasium verfolgt die Absicht, für alle am Schulalltag Beteiligten ein förderndes und angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Dazu wird Folgendes angestrebt:

  • Effektive und zielführende Kommunikation und deren konzeptionelle Absicherung
  • Schulisches Gesundheitsmanagement (auch mit außerschulischen Partnern)
  • Gesamtkonzept zur Verbesserung der Lehrerzufriedenheit
  • Berufseingangsphase für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen

4.4.3 Fortbildungskonzept

Das hier in einer Kurzfassung vorgestellte Fortbildungskonzept liegt seit Oktober 2009 in einer differenzierten Langfassung vor und umfasst auch Einlassungen zur Evaluation und Dokumentation. Der sich daraus ergebende Fortbildungsplan wird jährlich fortgeschrieben bzw. erneuert. Mittelfristig ist vorgesehen, alle Lehrerinnen und Lehrer ein Portfolio über ihre Fortbildungsmaßnahmen führen zu lassen. Gleichrangig wichtig sind die unterschiedlichen Formen der Nutzung bzw. des Rückflusses neuer Kompetenzen und Kenntnisse. Hierzu finden sich in der Langfassung differenzierte Ausführungen.

Dem Anspruch einer systematischen Qualitätsentwicklung wird das Ratsgymnasium durch ein Fortbildungs-konzept gerecht, das im Wesentlichen auf drei Säulen beruht:

  1. Individuelle funktionsorientierte Fortbildungen: Zum einen gibt es individuelle funktionsorientierte Fortbildungen, die von einzelnen Lehrkräften wahrgenommen werden. Diese können aus dem Bereich der regionalen Lehrerfortbildungen mit fachlicher Anbindung stammen, der Funktion/dem Amt der Kollegin bzw. des Kollegen (z.B. Fachkonferenzleitung, Beratungslehrerin etc.) dienen oder von allgemeinem Interesse für die Schule sein (z.B. Lions Quest etc.). Für alle Fortbildungen und Qualifizierungen gilt der Grundsatz, dass der Kompetenzzuwachs der fortgebildeten Lehrkraft in die Schule zurückfließen muss, um sich letztlich in höherer Unterrichtsqualität niederzuschlagen. Das geschieht zum Beispiel in der Form, dass in der Fachgruppe (auf einer Fachkonferenz oder Fachdienstbesprechung) über die Inhalte der Fortbildung berichtet wird. Die Fachkonferenzleiterinnen und Fachkonferenzleiter haben in Absprache mit dem Fachkollegium dafür zu sorgen, dass der individuelle Fortbildungsbedarf für das Schuljahr bzw. im Laufe des Schuljahres ermittelt und abgestimmt wird. Sie stimmen den Fortbildungsbedarf ihrer Fachgruppe mit dem Schulleiter ab und klären das Budget, das für diesen Bereich der Fortbildungen erforderlich ist. Wo immer es möglich ist, arbeiten die Fachgruppen in regionalen fachspezifischen Netzwerken mit den Nachbarschulen zusammen. Dabei treffen sich regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter der Fachgruppen, um gemeinsam fachspezifisch an der Qualifizierung von Unterricht zu arbeiten und sich über aktuelle fachdidaktische und -methodische Entwicklungen zu informieren.
  2. Fortbildungen von Gruppen und Gremien: Die nächste Kategorie schulischer Fortbildungen wird von Fachgruppen, Gremien (z.B. Steuergruppe oder Schulvorstand) oder Projektgruppen wahrgenommen. Die fachbezogenen Schwerpunktsetzungen ergeben sich aus dem Aufgabenbereich der schulischen Teilkonferenzen, Gruppen oder Gremien. Zur Umsetzung der Kerncurricula in schulinterne Lehrpläne sind z.B. von vielen Fachgruppen Abruffortbildungen wahrgenommen worden. Diese Arbeit wird kontinuierlich fortgeführt. Aber auch auf ganz anderen Feldern, beispielsweise in den Bereichen Abitur, Binnendifferenzierung, Projektmanagement usw. sind Fortbildungen und Qualifizierungen notwendig. Diese Fachgruppen- bzw. Gremienfortbildungen sind als Bedarf bei der Schulleitung anzumelden und werden im Kontext einer generellen Bedarfsermittlung in der Schule bewertet. Die Frage der Budgetierung von Fortbildungsbedarf, die sich in Fachgruppen, Gremien oder Projektgruppen aufwirft, wird von der Schulleitung geklärt und im Schulvorstand entlastet.
  3. Schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf ) des gesamten Kollegiums Die dritte Säule der Fortbildungen betrifft die am Gesamtnutzen des Systems orientierte schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf). In jährlichem Rhythmus bildet sich das gesamte Kollegium des Ratsgymnasiums in einem zentralen Bereich der Unterrichts- oder Organisationsentwicklung fort. Diese Fortbildung ist ganztägig organisiert und mit dem Schulelternrat des Ratsgymnasiums abgestimmt. Mittels einer Selbstevaluation (SEIS) hat die Schule 2007 und 2011 ein zentrales Verbesserungspotential auf dem Feld der „Schüleraktivierung" und des sog. selbstgesteuerten Lernens ermittelt.

Für alle drei Fortbildungssäulen gilt, dass sie dem pädagogischen Leitbild entsprechen, fest im Schulprogramm verankert sind und im Wesentlichen einer Verbesserung der Unterrichtsqualität dienen. Kurzfristig und mittelfristig muss es das Ziel der Schule sein, die Qualifizierungseffekte noch besser zu identifizieren und in den Schulkreislauf zurückzuführen. Die Aufteilung und Priorisierung des Fortbildungsbudgets soll optimiert werden.

Fortbildungsprogramm am Ratsgymnasium Stadthagen in Beispielen

SchiLf 2007/2008 und 2008/2009

  • Erweiterung der Unterrichtsmethoden
  • Schüleraktivierung im Fachunterricht
  • Selbstgesteuertes Lernen

SchiLf 2010-2013

  • Prüfungsdidaktik/-methodik im Abitur
  • Lions-Quest
  • Medienerziehung/Medienkonzept

Schwerpunkte der fachgruppenbezogenen Fortbildungen

  • Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik: Umsetzung der Kerncurricula in schuleigene Lehrpläne
  • Sport: Erste Hilfe
  • Biologie: Teilnahme am regionalen Netzwerk

Individualfortbildungen

  • Lions-Quest
  • Geographentag
  • Sportphysik
  • Schulleiterqualifizierung (SLQ)
  • Arbeit mit dem Stundenplanprogramm (Untis)
  • mathematische binnendifferenzierende Kompetenzentwicklung (mabikom)

4.4.4 Präventionskonzept

Ziel präventiver Arbeit ist es, heutige Generationen in einem selbstbestimmten und geschützten Rahmen im selbstbewussten Umgang mit den Themen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt zu schulen.

Weiterhin stellt die Schule einen klar strukturierten und unterstützenden Rahmen durch ein effektives und aktuelles Konfliktmanagement zur Verfügung.

Bausteine

Konfliktmanagement: In diesem sehr weit gefassten Bereich sind alle an der Schule Tätigen gefordert. Hier sind Wachsamkeit, Empathie und Kommunikationsbereitschaft gefordert, um bei individuellen Problemlagen oder/und gruppendynamischen Konstellationen angemessen professionell und geschult erfolgreich interagieren zu können.

Sicherheit: Sicherheit, Verlässlichkeit und „Wohlfühlen“ im weitesten Sinne sind die Grundlagen für zufriedenstellendes und erfolgreiches Wirken in der Schule. Zu diesem Bereich gehören, Sicherheitstechnik, Brandschutz und Vorbereitung auf Notfalllagen sowie Sicherheit am Arbeitsplatz.

Gesundheit und Sport: Nach dem Prinzip der Fürsorge kümmert sich die Schulgemeinschaft um jedes einzelne Mitglied. Konzeptionelle Gesundheitserziehung und Suchtprävention für alle Jahrgänge sind mit altersgemäßen Schwerpunkten deutlich im Schulleben verankert. So stellen die schulinterne Ausbildung zum Schulsanitätsdienst in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und die daran anschließende Praxis einen festen Bestandteil im präventiven Bereich der Schule dar. Weiterhin ist ausdrücklich auch die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgesehen.

Gemeinschaftliche und individuell-persönliche Beratung: (Beratungskonzept) Im Sinne des Gemeinschaftsgedankens begegnen sich die Mitglieder der Schulgemeinschaft rücksichtsvoll. Sie helfen sich gegenseitig bei Bedarf. Unser Beratungskonzept unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer dabei, den Schülerinnen und Schülern bei persönlichen sowie schulischen Fragen und Problemen professionell zur Seite zu stehen.

Sozialtrainingsmaßnahmen: Die Schaffung und der Ausbau eines geschützten Umfelds werden durch ein umfassendes Sozialtrainingsprogramm unterstützt. Bewusstsein und Verhalten müssen immer wieder geschult werden. Zur Schaffung eines erfolgreichen Miteinanders führt die Schule in den Jahrgängen 5 bis 8 fest im Lehrplan verankerte Sozialtrainings zum Thema „Erwachsen werden“ nach Lions-Quest durch, ferner Kennenlernfahrten in den Jahrgängen 5 und 7 in Kooperation mit der „Cluster-Sozialagentur“ als fachlichem außerschulischen Unterstützer.

Soziale, methodische und mediale Kompetenzen: Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten genießen Priorität im lernenden Umgang miteinander. Methodische Fertigkeiten werden nach einem festgeschriebenen Methodencurriculum zunächst überfachlich, später als Teil des Fachunterrichts geschult. Kompetenzen im Bereich Mediennutzung beschränken sich nicht nur auf den fachlich angemessenen Umgang, sondern beinhalten explizit die kritische, reflektierende Herangehensweise. In beiden Bereichen findet eine Verzahnung mit den Prinzipien der sozialen Kompetenz statt, z. B. bei der Teamentwicklung.

Mobilität: die Wahrnehmung der aktuellen Umwelt und der Gestaltung der zukünftigen Bedingungen des Lebens sind elementare Bausteine der Entwicklung zu einem selbstbestimmten und sozial-verantwortlichen Leben. Aus diesem Grund gehören Umwelterziehung im Fachunterricht und in Projekten u.a. zum „Sozialen Fußabdruck“, Verkehrserziehung auf altersgemäßem Niveau und die Verbindung zum sozialen Lernen durch die Ausbildung zu Busscouts in Kooperation mit dem Schulträger und der Polizei zum regelmäßig wiederkehrenden schulischen Programm.

Medienerziehung: Hier zählen neben den geeigneten technischen Fähigkeiten ausdrücklich auch der kritische Umgang mit sozialen Netzwerken zu den Schwerpunkten der Erziehung. Die Schule bietet Trainings in Form von Workshops für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 8 an. In Elterninformationsveranstaltungen werden die Erziehungsberechtigten über die Maßnahme der Schule und über die Problematik informiert.

Soziale Erziehung/Projekte: Die Schule strebt an, dass über die Qualifikationen im Fachunterricht hinaus weitere soziale Kompetenzen erworben werden. Regelmäßig wiederkehrende Projekte wie „Humanitäre Schule“ (in Kooperation mit dem Deutschen Jugendrotkreuz), „Run for Help“ oder die Brasilienspendenaktion prägen das Bild. Weitere schulübergreifende Projekte wie „Schule mit Zivilcourage“ und „Communities that Care“ in Kooperation mit der Stadt Stadthagen und dem Landespräventionsrat erweitern das Gefühl sozialer Verantwortung für die gesellschaftlichen Abläufe. Diese Maßnahmen helfen bei der Ermittlung der Problemfelder bei Kindern und Jugendlichen und bei der Erstellung eines externen, unterstützenden Netzwerkes.

Vielfalt - Integration - Migration: Die Unterschiedlichkeit von Menschen wird als normal empfunden und die Schule bemüht sich um Akzeptanz und Toleranz. Dabei soll ein Verständnis für die Normalität von Unterschieden im kulturellen und familiären Hintergrund hergestellt werden. Diese Aufgabe übernimmt die gesamte Schulgemeinschaft. Die Fächer Geschichte, Politik-Wirtschaft, Philosophie, Werte und Normen sowie Religion übernehmen hier eine Vorreiterrolle. Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs befassen sich im Rahmen eines Projektes intensiv mit sexueller Vielfalt. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung werden die Erziehungsberechtigten über dieses Projekt und die pädagogische Zielsetzung informiert.

Inklusion: Die Vielfalt verschiedener Persönlichkeiten und deren Unterschiedlichkeit wird durch verschiedenste Maßnahmen erfasst, verstanden und akzeptiert. Dazu gehören Maßnahmen zur individuellen Förderung, binnendifferenzierter, bei Bedarf auch zieldifferenter Unterricht, die Schulung von Schulleitungsmitgliedern sowie Kolleginnen und Kollegen und die selbstverständliche Kooperation mit Förderschulen und Förderschullehrkräften.

Der RGS-Präventionsrat ist das koordinierende Organ für alle Maßnahmen im Bereich Prävention und Intervention. Er repräsentiert verlässlich alle im Präventionsbereich relevanten Ebenen. Er wirkt als steuerndes und koordinierendes Gremium. In diesem Gremium arbeiten Lehrkräfte, die Schulleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule sowie Eltern- und Schülervertreterinnen und -vertreter zusammen.


5. Qualitätssicherung

Grundlage eines schuleigenen Qualitätssicherungssystems ist die kontinuierliche Bestandsaufnahme (Iststands-Analyse), die in Teilbereichen jährlich und für das Gesamtsystem alle 2-3 Jahre durchgeführt und ausgewertet wird (s. Evaluation mit SEIS). Die Referenzwerte aus vorherigen Schuljahren und von vergleichbaren Schulen, die man durch das Verfahren erhält, helfen der Schule dabei, die Qualitätsentwicklung stetig voranzubringen. Die identifizierten Verbesserungspotentiale und abgeleiteten Entwicklungsziele werden in konkrete Maßnahmen übersetzt, die konsensual beschlossen werden. Die Steuergruppe begleitet die Umsetzung der Maßnahmen (Projekte), indem sie sie regelmäßig bilanziert und bespricht mit der Schulleitung Notwendigkeiten der Nachsteuerung bzw. notwendiger zusätzlicher Unterstützung. Am Ende werden die Maßnahmen evaluiert und die Ergebnisse hinsichtlich ihrer Zielerreichung neu bewertet. Die Schulleitung fördert durch ihr Handeln die innerschulischen Rahmen- und Gelingensbedingungen der Qualitätsentwicklung. Sie sorgt für eine größtmögliche Transparenz in der Vermittlung der Ausrichtung der Schule, indem sie kontinuierlich mit den Gremien der Schule (Personalrat, Elternrat, Schülervertretung) und den Konferenzen sowie dem Schulvorstand und der Steuergruppe im konstruktiv-kritischen Dialog steht. Einen besonderen Stellenwert in der Qualitätsentwicklung nimmt die Unterrichtsentwicklung ein. Neben den bereits an anderer Stelle genannten Aspekten (s. Lehren und Lernen) spielen regelmäßige Unterrichtsbesuche und Beratungen der Lehrkräfte durch die Schulleiterin dabei eine besonders wichtige Rolle.

A. Hasemann, StD‘

Schulleiterin


Schulvereinbarung

Der Erfolg des Zusammenlebens am Ratsgymnasium hängt wie in jeder größeren Gemeinschaft davon ab, dass alle Beteiligten sich auf wesentliche Grundsätze verständigen. Gemeinsam übernehmen wir die Verantwortung für

  • ein erfolgreiches Lehren und Lernen,

  • ein friedliches Zusammenleben,

  • das Erscheinungsbild unserer Schule,

  • unsere Natur und Umwelt.

Insbesondere die folgenden Punkte sollen unser tägliches Zusammenleben bestimmen:

  • Soziales Handeln

Alle bemühen sich um Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Jede/r behandelt Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Erziehungsberechtigte und alle anderen an der Schule beschäftigten Personen so, wie er/sie selbst behandelt werden möchte.

Wir sorgen gemeinsam dafür, dass jede/r ohne Angst die Schule besuchen und dort arbeiten kann. Jede/r soll sich trauen können, über die Dinge zu sprechen, die ihn/sie bewegen; niemand darf andere beschimpfen, demütigen, auslachen, beleidigen, bedrohen oder gar körperlich angreifen. Das gilt ausdrücklich auch für Veröffentlichungen über andere im Internet, per Handy oder über sonstige Medien. Meinungsäußerungen und Kritik sind allerdings erwünscht. Jede/r muss aber auch bereit sein, Kritik entgegenzunehmen. Für Konfliktfälle stehen Beratungslehrerinnen zur Verfügung.

  • Toleranz, Respekt und Mut

Jede/r achtet darauf, die anderen zu respektieren, Zivilcourage zu zeigen, d.h. einzugreifen, wenn jemandem Unrecht geschieht und selbstbeherrscht zu handeln.

  • Freiheit und Verantwortung

Die Schule gibt Freiheit in dem Maß, in dem Verantwortung getragen werden kann. Wer mitentscheiden will, muss Verantwortung übernehmen. Wer Freiheit beansprucht, muss Regeln anerkennen und befolgen.

  • Erfolgreiches Lernen und Lehren

Jede/r ist für sein Lernen selbst verantwortlich. Schülerinnen und Schüler unterstützen sich gegenseitig. Lehrerinnen und Lehrer geben Anregungen und Hilfestellungen, die die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern. Alle verhalten sich so, dass der Unterricht störungsfrei und dadurch erfolgreich verläuft.

  • Wertschätzung

Lob und Anerkennung motivieren. Deswegen würdigt die Schulgemeinschaft Engagement und Leistung angemessen.

Um diese Ziele zu erreichen, vereinbaren wir folgendes:

I. Regeln für die Anwesenheit

  • Als verbindliche Unterrichtszeiten gelten der jeweilige Stundenplan und alle schulischen Veranstaltungen. Die regelmäßige und pünktliche Teilnahme am Unterricht ist Pflicht. Verspätungen stören den Unterricht und beeinträchtigen damit den Lernerfolg aller. Die Lehrkräfte beginnen und schließen ihren Unterricht pünktlich.

  • Fehlt eine Schülerin oder ein Schüler aus nicht vorhersehbaren zwingenden Gründen (z.B. wegen Krankheit), so benachrichtigen die Erziehungsberechtigten die Schule spätestens am 3. Tag. Volljährige Schülerinnen und Schüler entschuldigen ihre Fehlzeiten selbst. Bei der Rückkehr ist eine schriftliche Entschuldigung für den gesamten Zeitraum des Versäumnisses, auf Verlangen auch ein ärztliches Attest, vorzulegen.

  • Bei vorzeitigem Verlassen des Unterrichts melden sich die Schülerinnen und Schüler über das Sekretariat schriftlich ab.

  • Nehmen Schülerinnen und Schüler an schulischen Aktivitäten teil, gilt ihre Nichtanwesenheit im Regelunterricht als entschuldigt. Die für die Veranstaltung verantwortliche Lehrkraft hängt vorher für die Lehrerinnen und Lehrer eine Teilnehmerliste aus.

  • Unfälle auf dem Schulweg, während der Schulzeit und bei sonstigen schulischen Veranstaltungen müssen dem Sekretariat unverzüglich gemeldet werden.

  • Eine Beurlaubung vom Schulbesuch ist nur aus wichtigen Gründen möglich. Der Antrag ist rechtzeitig vorher bei der Klassenlehrerin oder beim Klassenlehrer bzw. bei der Tutorin oder dem Tutor zu stellen. Bis zu einem Tag kann die Beurlaubung durch die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer bzw. die Tutorin oder den Tutor erfolgen. Bei mehr als einem Tage sowie bei Beurlaubungen unmittelbar vor und nach den Ferien entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.

II.  Verhalten in den Unterrichtsstunden

  • Auch ohne Anwesenheit einer Lehrkraft verhalten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsraum ruhig. Falls der Klassen- oder Fachraum noch nicht geöffnet ist, warten sie ruhig davor, ohne andere zu stören.

  • Ist die Lehrerin oder der Lehrer fünf Minuten nach Beginn der Unterrichtsstunde noch nicht erschienen, so fragt die Klassensprecherin oder der Klassensprecher bzw. ein Kursmitglied im Sekretariat nach.

  • Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiv und kooperativ am Unterricht, so dass alle voneinander lernen können und niemand in seinen Lern- oder Lehrbemühungen beeinträchtigt wird.

  • Während der Unterrichtsstunde darf der Unterrichtsraum nur mit Zustimmung der Lehrerin oder des Lehrers verlassen werden.

  • Essen, Kaugummikauen und Trinken sind während der Unterrichtszeit nicht gestattet.

  • Die Schülerinnen und Schüler bringen die für den Unterricht erforderlichen Lernmittel mit und legen sie zu Beginn der Stunde unaufgefordert auf den Tisch.

  • Hausaufgaben, Referate usw. gehören als Vor- und Nachbereitung zum Unterricht und zur Leistungsbewertung und müssen zum geforderten Zeitpunkt vorliegen. Sind Hausaufgaben aus triftigem Grund nicht angefertigt worden, so teilen die Erziehungsberechtigten dies schriftlich der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer mit.

  • Bei Unterrichtsversäumnis – auch aus schulischen Gründen – tragen die Schülerinnen und Schüler die Verantwortung dafür, dass sie den versäumten Stoff nacharbeiten.

III. Regelung für den Umgang mit Smartphones am RGS

Die folgende Regelung bezieht sich auf sogenannte mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Smartwatches etc. Im Sinne der Lesbarkeit werden diese im Folgenden unter dem Begriff Smartphones zusammengefasst. Ziel ist eine klare und in der Praxis umsetzbare Regelung für einen Umgang mit Smartphones, welche einerseits individuellen Bedürfnissen gerecht wird, andererseits aber auch Raum für direkte Gespräche schafft. In jedem Fall unterliegt die Smartphonenutzung in der Schule natürlich den allgemeinen gesetzlichen Regelungen.

  • Im Unterricht und in den kleinen Pausen dürfen Smartphones nur nach ausdrücklicher Erlaubnis durch die Lehrkraft verwendet werden. In manchen Fächern (insbesondere in der Sekundarstufe II) kann das regelmäßig der Fall sein,

  • z. B. in den Modernen Fremdsprachen (anstelle eines Wörterbuchs), in Politik (zum Nachschlagen einzelner Begriffe, in den C-Fächern (zum Beispiel zur Dokumentation eines Versuchsaufbaus), in den Fächern Sport und Darstellendes Spiel (zur Dokumentation von Übungen).

  • Da nicht alle Schülerinnen und Schüler ein (internetfähiges) Smartphone haben und z. B. im Abitur auch keine Smartphones erlaubt sind, hat die Lehrkraft dafür Sorge zu tragen, im Unterricht entsprechende Alternativen zum Einsatz von Smartphones (z. B. gedruckte Wörterbücher) vorzuhalten.

  • Das Aufladen von Smartphones in der Schule ist grundsätzlich nicht gestattet.

  • Bei Schulveranstaltungen wie Vorträgen, Podiumsdiskussionen etc. sowie in der Bibliothek sind Smartphones auszuschalten.

  • Bei Verstößen (z. B. der unerlaubten Benutzung eines Smartphones im Unterricht) ist die Lehrkraft berechtigt, das Gerät an sich zu nehmen. Es kann dann am Ende der Stunde oder – z. B. bei wiederholten Verstößen – des Schultages abgeholt werden. Im letzteren Fall kann der Schüler oder die Schülerin das Gerät im Sekretariat oder bei der Schulleitung nach Unterrichtsschluss abholen.

  • Die übrige Nutzung (in den großen Pausen und in Freistunden) ist allen Schülerinnen und Schülern und allen Lehrkräften freigestellt. Sie kann aber in bestimmten Fällen ebenfalls Gegenstand pädagogischen Handelns sein. Bei Bedarf kann zum Beispiel das Kommunikationsverhalten in einzelnen Lerngruppen bewusst gemacht und ggf. durch besondere Regelungen, Maßnahmen oder Aktionen (zum Beispiel eine smartphonefreie Woche oder Ähnliches) beeinflusst werden. Die Initiative hierzu kann sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrkräften ausgehen.

  • Für Klassenfahrten (insbesondere in der Sekundarstufe 1) treffen die Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten individuelle Absprachen.

  • Die Nutzung eines Smartphones außerhalb des Schulgeländes ist nicht Gegenstand dieser Regelung. Auch dort ist allerdings unbedingt zu beachten, dass die Verletzung von Persönlichkeitsrechten (zum Beispiel in Form von Mobbing, Verleumdungen oder Verletzungen des Rechts am eigenen Bild) vermieden wird. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf bereits regelmäßig stattfindende Veranstaltungen zum Thema Medienkompetenz.

IV.  Verantwortung für den Lebens- und Arbeitsraum Schule

  • Die sinnvolle Ausgestaltung und das gepflegte Aussehen der Schule und des Schulgeländes fördern das Lernen und Wohlbefinden. Jeder ist verpflichtet, die Schule sauber zu halten. Müll gehört ausschließlich in die dafür vorgesehenen Behälter.

  • Wenn eine Lerngruppe ihren Unterrichtsraum verlässt, stellt sie die Stühle hoch, wischt die Tafel, fegt, schließt die Fenster und schaltet das Licht aus. Die Lehrkräfte achten darauf, dass dieses alles geschieht und schließen die Klassentüren ab.

  • Jede Lerngruppe hinterlässt ihren Unterrichtsraum in sauberem und ordentlichem Zustand.

  • Die Hof- und Schulgeländereinigung erfolgt nach gesondertem Plan. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung ist die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer.

  • Wenn jemand einen Schaden verursacht, haftet er dafür persönlich bzw. seine Erziehungsberechtigten.

V. Regeln für den Konfliktfall

  • Für das Einhalten der Schulvereinbarung übernehmen alle, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Erziehungsberechtigten die Verantwortung.

  • Die Anwendung jeglicher Gewalt – gegen Personen (physisch, psychisch oder verbal) oder gegen Sachen – wird nicht geduldet. Verursacher werden in die Verantwortung genommen, z.B. durch Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Fehlverhalten wird schriftlich festgehalten.

  • Bei Konflikten wird eine Klärung direkt zwischen den Beteiligten angestrebt. Alle sind zur Mitwirkung bei Vorbeugung, Schlichtung und Aufklärung verpflichtet. Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrer sowie Streitschlichterinnen und Streitschlichter stehen als Hilfen zur Verfügung und sollen rechtzeitig einbezogen werden.

  • Bei Straftaten (z.B. Diebstahl, mutwillige Sachbeschädigung, Verstöße gegen den Datenschutz usw.) wird Anzeige erstattet.

VI. Weitere Bestimmungen

  • Es ist grundsätzlich untersagt, in den Pausen oder Freistunden das Schulgelände zu verlassen. Schülerinnen und Schüler, die es dennoch tun, verlieren den Schutz der Versicherung.

  • Personen, die weder Schülerinnen bzw. Schüler noch deren Erziehungsberechtigte noch Lehrkräfte bzw. nicht-pädagogische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter sind, müssen im Sekretariat gemeldet werden, um die Erlaubnis zum Aufenthalt auf dem Schulgelände zu erhalten.

  • Beim Auftreten einer meldepflichtigen Krankheit (z.B. Läusebefall) muss unverzüglich das Sekretariat benachrichtigt werden.

  • Der Aufenthalt von Schülerinnen und Schülern im Lehrertrakt soll nur in dringenden Fällen oder nach Aufforderung erfolgen.

  • Das Mitbringen von Tieren, Waffen, anderen gefährlichen Gegenständen, Alkohol oder Drogen jeglicher Art ist strengstens untersagt und zieht schulische, ggf. auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

  • Die Schule haftet nicht für den Verlust oder die Zerstörung mitgebrachter Wertsachen.

  • Das Verteilen von Informationsmaterial (z.B. Aushänge, Flugblätter usw.) bedarf der vorherigen Genehmigung durch die Schulleitung.

  • Das Befahren des Schulhofes ist verboten. Zweiräder sind ausschließlich an den dafür vorgesehenen Plätzen abzustellen.

  • Rauchen und Alkoholgenuss sind auf dem Schulgelände bei allen schulischen Veranstaltungen nicht erlaubt.

Das Verhalten während der Pausen, in der Bibliothek und der Mensa unterliegt besonderen Regelungen (s. Aushänge).

Diese Schulvereinbarung tritt am 01.09.2015 in Kraft. Sie wird zu Beginn eines jeden Schuljahres von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern bzw. den Tutorinnen und Tutoren mit den Schülerinnen und Schülern detailliert besprochen.

Die Schulvereinbarung dient dem Wohl aller. Ich bestätige hiermit, sie zur Kenntnis genommen zu haben und dafür Sorge zu tragen, dass sie eingehalten wird.

Stadthagen, 01.09.2015

A. Hasemann, StD‘

Kommissarische Schulleiterin

(stellvertretend für alle Lehrkräfte)

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