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Schulvereinbarung

Der Erfolg des Zusammenlebens am Ratsgymnasium hängt wie in jeder größeren Gemeinschaft davon ab, dass alle Beteiligten sich auf wesentliche Grundsätze verständigen. Gemeinsam übernehmen wir die Verantwortung für

  • ein erfolgreiches Lehren und Lernen,

  • ein friedliches Zusammenleben,

  • das Erscheinungsbild unserer Schule,

  • unsere Natur und Umwelt.

Insbesondere die folgenden Punkte sollen unser tägliches Zusammenleben bestimmen:

  • Soziales Handeln

Alle bemühen sich um Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Jede/r behandelt Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Erziehungsberechtigte und alle anderen an der Schule beschäftigten Personen so, wie er/sie selbst behandelt werden möchte.

Wir sorgen gemeinsam dafür, dass jede/r ohne Angst die Schule besuchen und dort arbeiten kann. Jede/r soll sich trauen können, über die Dinge zu sprechen, die ihn/sie bewegen; niemand darf andere beschimpfen, demütigen, auslachen, beleidigen, bedrohen oder gar körperlich angreifen. Das gilt ausdrücklich auch für Veröffentlichungen über andere im Internet, per Handy oder über sonstige Medien. Meinungsäußerungen und Kritik sind allerdings erwünscht. Jede/r muss aber auch bereit sein, Kritik entgegenzunehmen. Für Konfliktfälle stehen Beratungslehrerinnen zur Verfügung.

  • Toleranz, Respekt und Mut

Jede/r achtet darauf, die anderen zu respektieren, Zivilcourage zu zeigen, d.h. einzugreifen, wenn jemandem Unrecht geschieht und selbstbeherrscht zu handeln.

  • Freiheit und Verantwortung

Die Schule gibt Freiheit in dem Maß, in dem Verantwortung getragen werden kann. Wer mitentscheiden will, muss Verantwortung übernehmen. Wer Freiheit beansprucht, muss Regeln anerkennen und befolgen.

  • Erfolgreiches Lernen und Lehren

Jede/r ist für sein Lernen selbst verantwortlich. Schülerinnen und Schüler unterstützen sich gegenseitig. Lehrerinnen und Lehrer geben Anregungen und Hilfestellungen, die die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern. Alle verhalten sich so, dass der Unterricht störungsfrei und dadurch erfolgreich verläuft.

  • Wertschätzung

Lob und Anerkennung motivieren. Deswegen würdigt die Schulgemeinschaft Engagement und Leistung angemessen.

Um diese Ziele zu erreichen, vereinbaren wir folgendes:

I. Regeln für die Anwesenheit

  • Als verbindliche Unterrichtszeiten gelten der jeweilige Stundenplan und alle schulischen Veranstaltungen. Die regelmäßige und pünktliche Teilnahme am Unterricht ist Pflicht. Verspätungen stören den Unterricht und beeinträchtigen damit den Lernerfolg aller. Die Lehrkräfte beginnen und schließen ihren Unterricht pünktlich.

  • Fehlt eine Schülerin oder ein Schüler aus nicht vorhersehbaren zwingenden Gründen (z.B. wegen Krankheit), so benachrichtigen die Erziehungsberechtigten die Schule spätestens am 3. Tag. Volljährige Schülerinnen und Schüler entschuldigen ihre Fehlzeiten selbst. Bei der Rückkehr ist eine schriftliche Entschuldigung für den gesamten Zeitraum des Versäumnisses, auf Verlangen auch ein ärztliches Attest, vorzulegen.

  • Bei vorzeitigem Verlassen des Unterrichts melden sich die Schülerinnen und Schüler über das Sekretariat schriftlich ab.

  • Nehmen Schülerinnen und Schüler an schulischen Aktivitäten teil, gilt ihre Nichtanwesenheit im Regelunterricht als entschuldigt. Die für die Veranstaltung verantwortliche Lehrkraft hängt vorher für die Lehrerinnen und Lehrer eine Teilnehmerliste aus.

  • Unfälle auf dem Schulweg, während der Schulzeit und bei sonstigen schulischen Veranstaltungen müssen dem Sekretariat unverzüglich gemeldet werden.

  • Eine Beurlaubung vom Schulbesuch ist nur aus wichtigen Gründen möglich. Der Antrag ist rechtzeitig vorher bei der Klassenlehrerin oder beim Klassenlehrer bzw. bei der Tutorin oder dem Tutor zu stellen. Bis zu einem Tag kann die Beurlaubung durch die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer bzw. die Tutorin oder den Tutor erfolgen. Bei mehr als einem Tage sowie bei Beurlaubungen unmittelbar vor und nach den Ferien entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.

II.  Verhalten in den Unterrichtsstunden

  • Auch ohne Anwesenheit einer Lehrkraft verhalten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsraum ruhig. Falls der Klassen- oder Fachraum noch nicht geöffnet ist, warten sie ruhig davor, ohne andere zu stören.

  • Ist die Lehrerin oder der Lehrer fünf Minuten nach Beginn der Unterrichtsstunde noch nicht erschienen, so fragt die Klassensprecherin oder der Klassensprecher bzw. ein Kursmitglied im Sekretariat nach.

  • Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiv und kooperativ am Unterricht, so dass alle voneinander lernen können und niemand in seinen Lern- oder Lehrbemühungen beeinträchtigt wird.

  • Während der Unterrichtsstunde darf der Unterrichtsraum nur mit Zustimmung der Lehrerin oder des Lehrers verlassen werden.

  • Essen, Kaugummikauen und Trinken sind während der Unterrichtszeit nicht gestattet.

  • Die Schülerinnen und Schüler bringen die für den Unterricht erforderlichen Lernmittel mit und legen sie zu Beginn der Stunde unaufgefordert auf den Tisch.

  • Hausaufgaben, Referate usw. gehören als Vor- und Nachbereitung zum Unterricht und zur Leistungsbewertung und müssen zum geforderten Zeitpunkt vorliegen. Sind Hausaufgaben aus triftigem Grund nicht angefertigt worden, so teilen die Erziehungsberechtigten dies schriftlich der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer mit.

  • Bei Unterrichtsversäumnis – auch aus schulischen Gründen – tragen die Schülerinnen und Schüler die Verantwortung dafür, dass sie den versäumten Stoff nacharbeiten.

III. Regelung für den Umgang mit Smartphones am RGS

Die folgende Regelung bezieht sich auf sogenannte mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Smartwatches etc. Im Sinne der Lesbarkeit werden diese im Folgenden unter dem Begriff Smartphones zusammengefasst. Ziel ist eine klare und in der Praxis umsetzbare Regelung für einen Umgang mit Smartphones, welche einerseits individuellen Bedürfnissen gerecht wird, andererseits aber auch Raum für direkte Gespräche schafft. In jedem Fall unterliegt die Smartphonenutzung in der Schule natürlich den allgemeinen gesetzlichen Regelungen.

  • Im Unterricht und in den kleinen Pausen dürfen Smartphones nur nach ausdrücklicher Erlaubnis durch die Lehrkraft verwendet werden. In manchen Fächern (insbesondere in der Sekundarstufe II) kann das regelmäßig der Fall sein,

  • z. B. in den Modernen Fremdsprachen (anstelle eines Wörterbuchs), in Politik (zum Nachschlagen einzelner Begriffe, in den C-Fächern (zum Beispiel zur Dokumentation eines Versuchsaufbaus), in den Fächern Sport und Darstellendes Spiel (zur Dokumentation von Übungen).

  • Da nicht alle Schülerinnen und Schüler ein (internetfähiges) Smartphone haben und z. B. im Abitur auch keine Smartphones erlaubt sind, hat die Lehrkraft dafür Sorge zu tragen, im Unterricht entsprechende Alternativen zum Einsatz von Smartphones (z. B. gedruckte Wörterbücher) vorzuhalten.

  • Das Aufladen von Smartphones in der Schule ist grundsätzlich nicht gestattet.

  • Bei Schulveranstaltungen wie Vorträgen, Podiumsdiskussionen etc. sowie in der Bibliothek sind Smartphones auszuschalten.

  • Bei Verstößen (z. B. der unerlaubten Benutzung eines Smartphones im Unterricht) ist die Lehrkraft berechtigt, das Gerät an sich zu nehmen. Es kann dann am Ende der Stunde oder – z. B. bei wiederholten Verstößen – des Schultages abgeholt werden. Im letzteren Fall kann der Schüler oder die Schülerin das Gerät im Sekretariat oder bei der Schulleitung nach Unterrichtsschluss abholen.

  • Die übrige Nutzung (in den großen Pausen und in Freistunden) ist allen Schülerinnen und Schülern und allen Lehrkräften freigestellt. Sie kann aber in bestimmten Fällen ebenfalls Gegenstand pädagogischen Handelns sein. Bei Bedarf kann zum Beispiel das Kommunikationsverhalten in einzelnen Lerngruppen bewusst gemacht und ggf. durch besondere Regelungen, Maßnahmen oder Aktionen (zum Beispiel eine smartphonefreie Woche oder Ähnliches) beeinflusst werden. Die Initiative hierzu kann sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrkräften ausgehen.

  • Für Klassenfahrten (insbesondere in der Sekundarstufe 1) treffen die Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten individuelle Absprachen.

  • Die Nutzung eines Smartphones außerhalb des Schulgeländes ist nicht Gegenstand dieser Regelung. Auch dort ist allerdings unbedingt zu beachten, dass die Verletzung von Persönlichkeitsrechten (zum Beispiel in Form von Mobbing, Verleumdungen oder Verletzungen des Rechts am eigenen Bild) vermieden wird. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf bereits regelmäßig stattfindende Veranstaltungen zum Thema Medienkompetenz.

IV.  Verantwortung für den Lebens- und Arbeitsraum Schule

  • Die sinnvolle Ausgestaltung und das gepflegte Aussehen der Schule und des Schulgeländes fördern das Lernen und Wohlbefinden. Jeder ist verpflichtet, die Schule sauber zu halten. Müll gehört ausschließlich in die dafür vorgesehenen Behälter.

  • Wenn eine Lerngruppe ihren Unterrichtsraum verlässt, stellt sie die Stühle hoch, wischt die Tafel, fegt, schließt die Fenster und schaltet das Licht aus. Die Lehrkräfte achten darauf, dass dieses alles geschieht und schließen die Klassentüren ab.

  • Jede Lerngruppe hinterlässt ihren Unterrichtsraum in sauberem und ordentlichem Zustand.

  • Die Hof- und Schulgeländereinigung erfolgt nach gesondertem Plan. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung ist die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer.

  • Wenn jemand einen Schaden verursacht, haftet er dafür persönlich bzw. seine Erziehungsberechtigten.

V. Regeln für den Konfliktfall

  • Für das Einhalten der Schulvereinbarung übernehmen alle, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Erziehungsberechtigten die Verantwortung.

  • Die Anwendung jeglicher Gewalt – gegen Personen (physisch, psychisch oder verbal) oder gegen Sachen – wird nicht geduldet. Verursacher werden in die Verantwortung genommen, z.B. durch Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Fehlverhalten wird schriftlich festgehalten.

  • Bei Konflikten wird eine Klärung direkt zwischen den Beteiligten angestrebt. Alle sind zur Mitwirkung bei Vorbeugung, Schlichtung und Aufklärung verpflichtet. Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrer sowie Streitschlichterinnen und Streitschlichter stehen als Hilfen zur Verfügung und sollen rechtzeitig einbezogen werden.

  • Bei Straftaten (z.B. Diebstahl, mutwillige Sachbeschädigung, Verstöße gegen den Datenschutz usw.) wird Anzeige erstattet.

VI. Weitere Bestimmungen

  • Es ist grundsätzlich untersagt, in den Pausen oder Freistunden das Schulgelände zu verlassen. Schülerinnen und Schüler, die es dennoch tun, verlieren den Schutz der Versicherung.

  • Personen, die weder Schülerinnen bzw. Schüler noch deren Erziehungsberechtigte noch Lehrkräfte bzw. nicht-pädagogische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter sind, müssen im Sekretariat gemeldet werden, um die Erlaubnis zum Aufenthalt auf dem Schulgelände zu erhalten.

  • Beim Auftreten einer meldepflichtigen Krankheit (z.B. Läusebefall) muss unverzüglich das Sekretariat benachrichtigt werden.

  • Der Aufenthalt von Schülerinnen und Schülern im Lehrertrakt soll nur in dringenden Fällen oder nach Aufforderung erfolgen.

  • Das Mitbringen von Tieren, Waffen, anderen gefährlichen Gegenständen, Alkohol oder Drogen jeglicher Art ist strengstens untersagt und zieht schulische, ggf. auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

  • Die Schule haftet nicht für den Verlust oder die Zerstörung mitgebrachter Wertsachen.

  • Das Verteilen von Informationsmaterial (z.B. Aushänge, Flugblätter usw.) bedarf der vorherigen Genehmigung durch die Schulleitung.

  • Das Befahren des Schulhofes ist verboten. Zweiräder sind ausschließlich an den dafür vorgesehenen Plätzen abzustellen.

  • Rauchen und Alkoholgenuss sind auf dem Schulgelände bei allen schulischen Veranstaltungen nicht erlaubt.

Das Verhalten während der Pausen, in der Bibliothek und der Mensa unterliegt besonderen Regelungen (s. Aushänge).

Diese Schulvereinbarung tritt am 01.09.2015 in Kraft. Sie wird zu Beginn eines jeden Schuljahres von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern bzw. den Tutorinnen und Tutoren mit den Schülerinnen und Schülern detailliert besprochen.

Die Schulvereinbarung dient dem Wohl aller. Ich bestätige hiermit, sie zur Kenntnis genommen zu haben und dafür Sorge zu tragen, dass sie eingehalten wird.

Stadthagen, 01.09.2015

A. Hasemann, StD‘

Kommissarische Schulleiterin

(stellvertretend für alle Lehrkräfte)

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