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4.4 Konzepte

4.4.1 Förder- und Forderkonzept

Das Konzept besteht aus den drei Bausteinen:

  • Teamgedanke als Leitidee Alle 5. und 6. Klassen werden von Klassenlehrerteams geleitet. Zusätzlich können sie ältere Schülerinnen und Schüler als „größere Geschwister" zur Seite bekommen - die sog. Paten. Beide Elemente gemeinsam sollen die Schülerinnen und Schüler bei kleineren Problemen auffangen und ihnen bei der Integration in die schulischen Rituale helfen. Im Verlauf der Methodentage werden individuelle Stärken der Lernenden ermittelt und geschult und der Teamgedanke als Leitidee entwickelt.
  • Systematische Entwicklung des persönlichen Lernfortschritts Alle Schülerinnen und Schüler werden in ihren fachlichen Leistungen in den Langzeitfächern (erreichtes fachliches Niveau), im Arbeitsverhalten (Motivation/Produktivität/ Leistungen/Vollständigkeit von Materialien) und im Sozialverhalten (im Unterricht und außerhalb) zweimal im Schuljahr beurteilt. Die Beobachtungen werden dokumentiert und bilden die Grundlage für eine systematische Entwicklung des persönlichen Lernfortschritts, ebenso wie für Elterngespräche und -beratung. Alle sich daraus ergebenden Maßnahmen finden in Absprache mit den Erziehungsberechtigten statt.
  • Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung Das konkrete individuelle Förder- und Forderkonzept bietet weitere Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung, gemeinsam mit einem vielfältigen Angebot im Bereich der Arbeitsgemeinschaften für die Jahrgänge 5 bis 10.

Zur Förderung von Kindern mit Lernschwächen und zur Unterstützung von Kindern mit besonderen Stärken wird Förder- bzw. Forderunterricht erteilt. Dieser Unterricht findet in Kleingruppen über einen begrenzten Zeitraum statt und wird neben den verantwortlichen Lehrkräften von erfahrenen Schülerinnen und Schülern betreut. Es gibt Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und in der 2. Fremdsprache sowie zusätzlich eine Hausaufgabenbetreuung.

Darüber hinaus gibt es eine Gruppe „Fordern", in der außergewöhnlich begabte Kinder in speziell auf sie zugeschnittenen Projekten auf weiterführende Aufgaben vorbereitet werden.

4.4.2 Konzept zur Lehrerzufriedenheit und Arbeitsbelastung

Das Ratsgymnasium verfolgt die Absicht, für alle am Schulalltag Beteiligten ein förderndes und angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Dazu wird Folgendes angestrebt:

  • Effektive und zielführende Kommunikation und deren konzeptionelle Absicherung
  • Schulisches Gesundheitsmanagement (auch mit außerschulischen Partnern)
  • Gesamtkonzept zur Verbesserung der Lehrerzufriedenheit
  • Berufseingangsphase für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen

4.4.3 Fortbildungskonzept

Das hier in einer Kurzfassung vorgestellte Fortbildungskonzept liegt seit Oktober 2009 in einer differenzierten Langfassung vor und umfasst auch Einlassungen zur Evaluation und Dokumentation. Der sich daraus ergebende Fortbildungsplan wird jährlich fortgeschrieben bzw. erneuert. Mittelfristig ist vorgesehen, alle Lehrerinnen und Lehrer ein Portfolio über ihre Fortbildungsmaßnahmen führen zu lassen. Gleichrangig wichtig sind die unterschiedlichen Formen der Nutzung bzw. des Rückflusses neuer Kompetenzen und Kenntnisse. Hierzu finden sich in der Langfassung differenzierte Ausführungen.

Dem Anspruch einer systematischen Qualitätsentwicklung wird das Ratsgymnasium durch ein Fortbildungs-konzept gerecht, das im Wesentlichen auf drei Säulen beruht:

  1. Individuelle funktionsorientierte Fortbildungen: Zum einen gibt es individuelle funktionsorientierte Fortbildungen, die von einzelnen Lehrkräften wahrgenommen werden. Diese können aus dem Bereich der regionalen Lehrerfortbildungen mit fachlicher Anbindung stammen, der Funktion/dem Amt der Kollegin bzw. des Kollegen (z.B. Fachkonferenzleitung, Beratungslehrerin etc.) dienen oder von allgemeinem Interesse für die Schule sein (z.B. Lions Quest etc.). Für alle Fortbildungen und Qualifizierungen gilt der Grundsatz, dass der Kompetenzzuwachs der fortgebildeten Lehrkraft in die Schule zurückfließen muss, um sich letztlich in höherer Unterrichtsqualität niederzuschlagen. Das geschieht zum Beispiel in der Form, dass in der Fachgruppe (auf einer Fachkonferenz oder Fachdienstbesprechung) über die Inhalte der Fortbildung berichtet wird. Die Fachkonferenzleiterinnen und Fachkonferenzleiter haben in Absprache mit dem Fachkollegium dafür zu sorgen, dass der individuelle Fortbildungsbedarf für das Schuljahr bzw. im Laufe des Schuljahres ermittelt und abgestimmt wird. Sie stimmen den Fortbildungsbedarf ihrer Fachgruppe mit dem Schulleiter ab und klären das Budget, das für diesen Bereich der Fortbildungen erforderlich ist. Wo immer es möglich ist, arbeiten die Fachgruppen in regionalen fachspezifischen Netzwerken mit den Nachbarschulen zusammen. Dabei treffen sich regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter der Fachgruppen, um gemeinsam fachspezifisch an der Qualifizierung von Unterricht zu arbeiten und sich über aktuelle fachdidaktische und -methodische Entwicklungen zu informieren.
  2. Fortbildungen von Gruppen und Gremien: Die nächste Kategorie schulischer Fortbildungen wird von Fachgruppen, Gremien (z.B. Steuergruppe oder Schulvorstand) oder Projektgruppen wahrgenommen. Die fachbezogenen Schwerpunktsetzungen ergeben sich aus dem Aufgabenbereich der schulischen Teilkonferenzen, Gruppen oder Gremien. Zur Umsetzung der Kerncurricula in schulinterne Lehrpläne sind z.B. von vielen Fachgruppen Abruffortbildungen wahrgenommen worden. Diese Arbeit wird kontinuierlich fortgeführt. Aber auch auf ganz anderen Feldern, beispielsweise in den Bereichen Abitur, Binnendifferenzierung, Projektmanagement usw. sind Fortbildungen und Qualifizierungen notwendig. Diese Fachgruppen- bzw. Gremienfortbildungen sind als Bedarf bei der Schulleitung anzumelden und werden im Kontext einer generellen Bedarfsermittlung in der Schule bewertet. Die Frage der Budgetierung von Fortbildungsbedarf, die sich in Fachgruppen, Gremien oder Projektgruppen aufwirft, wird von der Schulleitung geklärt und im Schulvorstand entlastet.
  3. Schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf ) des gesamten Kollegiums Die dritte Säule der Fortbildungen betrifft die am Gesamtnutzen des Systems orientierte schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf). In jährlichem Rhythmus bildet sich das gesamte Kollegium des Ratsgymnasiums in einem zentralen Bereich der Unterrichts- oder Organisationsentwicklung fort. Diese Fortbildung ist ganztägig organisiert und mit dem Schulelternrat des Ratsgymnasiums abgestimmt. Mittels einer Selbstevaluation (SEIS) hat die Schule 2007 und 2011 ein zentrales Verbesserungspotential auf dem Feld der „Schüleraktivierung" und des sog. selbstgesteuerten Lernens ermittelt.

Für alle drei Fortbildungssäulen gilt, dass sie dem pädagogischen Leitbild entsprechen, fest im Schulprogramm verankert sind und im Wesentlichen einer Verbesserung der Unterrichtsqualität dienen. Kurzfristig und mittelfristig muss es das Ziel der Schule sein, die Qualifizierungseffekte noch besser zu identifizieren und in den Schulkreislauf zurückzuführen. Die Aufteilung und Priorisierung des Fortbildungsbudgets soll optimiert werden.

Fortbildungsprogramm am Ratsgymnasium Stadthagen in Beispielen

SchiLf 2007/2008 und 2008/2009

  • Erweiterung der Unterrichtsmethoden
  • Schüleraktivierung im Fachunterricht
  • Selbstgesteuertes Lernen

SchiLf 2010-2013

  • Prüfungsdidaktik/-methodik im Abitur
  • Lions-Quest
  • Medienerziehung/Medienkonzept

Schwerpunkte der fachgruppenbezogenen Fortbildungen

  • Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik: Umsetzung der Kerncurricula in schuleigene Lehrpläne
  • Sport: Erste Hilfe
  • Biologie: Teilnahme am regionalen Netzwerk

Individualfortbildungen

  • Lions-Quest
  • Geographentag
  • Sportphysik
  • Schulleiterqualifizierung (SLQ)
  • Arbeit mit dem Stundenplanprogramm (Untis)
  • mathematische binnendifferenzierende Kompetenzentwicklung (mabikom)

4.4.4 Präventionskonzept

Ziel präventiver Arbeit ist es, heutige Generationen in einem selbstbestimmten und geschützten Rahmen im selbstbewussten Umgang mit den Themen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt zu schulen.

Weiterhin stellt die Schule einen klar strukturierten und unterstützenden Rahmen durch ein effektives und aktuelles Konfliktmanagement zur Verfügung.

Bausteine

Konfliktmanagement: In diesem sehr weit gefassten Bereich sind alle an der Schule Tätigen gefordert. Hier sind Wachsamkeit, Empathie und Kommunikationsbereitschaft gefordert, um bei individuellen Problemlagen oder/und gruppendynamischen Konstellationen angemessen professionell und geschult erfolgreich interagieren zu können.

Sicherheit: Sicherheit, Verlässlichkeit und „Wohlfühlen“ im weitesten Sinne sind die Grundlagen für zufriedenstellendes und erfolgreiches Wirken in der Schule. Zu diesem Bereich gehören, Sicherheitstechnik, Brandschutz und Vorbereitung auf Notfalllagen sowie Sicherheit am Arbeitsplatz.

Gesundheit und Sport: Nach dem Prinzip der Fürsorge kümmert sich die Schulgemeinschaft um jedes einzelne Mitglied. Konzeptionelle Gesundheitserziehung und Suchtprävention für alle Jahrgänge sind mit altersgemäßen Schwerpunkten deutlich im Schulleben verankert. So stellen die schulinterne Ausbildung zum Schulsanitätsdienst in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und die daran anschließende Praxis einen festen Bestandteil im präventiven Bereich der Schule dar. Weiterhin ist ausdrücklich auch die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgesehen.

Gemeinschaftliche und individuell-persönliche Beratung: (Beratungskonzept) Im Sinne des Gemeinschaftsgedankens begegnen sich die Mitglieder der Schulgemeinschaft rücksichtsvoll. Sie helfen sich gegenseitig bei Bedarf. Unser Beratungskonzept unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer dabei, den Schülerinnen und Schülern bei persönlichen sowie schulischen Fragen und Problemen professionell zur Seite zu stehen.

Sozialtrainingsmaßnahmen: Die Schaffung und der Ausbau eines geschützten Umfelds werden durch ein umfassendes Sozialtrainingsprogramm unterstützt. Bewusstsein und Verhalten müssen immer wieder geschult werden. Zur Schaffung eines erfolgreichen Miteinanders führt die Schule in den Jahrgängen 5 bis 8 fest im Lehrplan verankerte Sozialtrainings zum Thema „Erwachsen werden“ nach Lions-Quest durch, ferner Kennenlernfahrten in den Jahrgängen 5 und 7 in Kooperation mit der „Cluster-Sozialagentur“ als fachlichem außerschulischen Unterstützer.

Soziale, methodische und mediale Kompetenzen: Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten genießen Priorität im lernenden Umgang miteinander. Methodische Fertigkeiten werden nach einem festgeschriebenen Methodencurriculum zunächst überfachlich, später als Teil des Fachunterrichts geschult. Kompetenzen im Bereich Mediennutzung beschränken sich nicht nur auf den fachlich angemessenen Umgang, sondern beinhalten explizit die kritische, reflektierende Herangehensweise. In beiden Bereichen findet eine Verzahnung mit den Prinzipien der sozialen Kompetenz statt, z. B. bei der Teamentwicklung.

Mobilität: die Wahrnehmung der aktuellen Umwelt und der Gestaltung der zukünftigen Bedingungen des Lebens sind elementare Bausteine der Entwicklung zu einem selbstbestimmten und sozial-verantwortlichen Leben. Aus diesem Grund gehören Umwelterziehung im Fachunterricht und in Projekten u.a. zum „Sozialen Fußabdruck“, Verkehrserziehung auf altersgemäßem Niveau und die Verbindung zum sozialen Lernen durch die Ausbildung zu Busscouts in Kooperation mit dem Schulträger und der Polizei zum regelmäßig wiederkehrenden schulischen Programm.

Medienerziehung: Hier zählen neben den geeigneten technischen Fähigkeiten ausdrücklich auch der kritische Umgang mit sozialen Netzwerken zu den Schwerpunkten der Erziehung. Die Schule bietet Trainings in Form von Workshops für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 8 an. In Elterninformationsveranstaltungen werden die Erziehungsberechtigten über die Maßnahme der Schule und über die Problematik informiert.

Soziale Erziehung/Projekte: Die Schule strebt an, dass über die Qualifikationen im Fachunterricht hinaus weitere soziale Kompetenzen erworben werden. Regelmäßig wiederkehrende Projekte wie „Humanitäre Schule“ (in Kooperation mit dem Deutschen Jugendrotkreuz), „Run for Help“ oder die Brasilienspendenaktion prägen das Bild. Weitere schulübergreifende Projekte wie „Schule mit Zivilcourage“ und „Communities that Care“ in Kooperation mit der Stadt Stadthagen und dem Landespräventionsrat erweitern das Gefühl sozialer Verantwortung für die gesellschaftlichen Abläufe. Diese Maßnahmen helfen bei der Ermittlung der Problemfelder bei Kindern und Jugendlichen und bei der Erstellung eines externen, unterstützenden Netzwerkes.

Vielfalt - Integration - Migration: Die Unterschiedlichkeit von Menschen wird als normal empfunden und die Schule bemüht sich um Akzeptanz und Toleranz. Dabei soll ein Verständnis für die Normalität von Unterschieden im kulturellen und familiären Hintergrund hergestellt werden. Diese Aufgabe übernimmt die gesamte Schulgemeinschaft. Die Fächer Geschichte, Politik-Wirtschaft, Philosophie, Werte und Normen sowie Religion übernehmen hier eine Vorreiterrolle. Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs befassen sich im Rahmen eines Projektes intensiv mit sexueller Vielfalt. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung werden die Erziehungsberechtigten über dieses Projekt und die pädagogische Zielsetzung informiert.

Inklusion: Die Vielfalt verschiedener Persönlichkeiten und deren Unterschiedlichkeit wird durch verschiedenste Maßnahmen erfasst, verstanden und akzeptiert. Dazu gehören Maßnahmen zur individuellen Förderung, binnendifferenzierter, bei Bedarf auch zieldifferenter Unterricht, die Schulung von Schulleitungsmitgliedern sowie Kolleginnen und Kollegen und die selbstverständliche Kooperation mit Förderschulen und Förderschullehrkräften.

Der RGS-Präventionsrat ist das koordinierende Organ für alle Maßnahmen im Bereich Prävention und Intervention. Er repräsentiert verlässlich alle im Präventionsbereich relevanten Ebenen. Er wirkt als steuerndes und koordinierendes Gremium. In diesem Gremium arbeiten Lehrkräfte, die Schulleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule sowie Eltern- und Schülervertreterinnen und -vertreter zusammen.

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