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Samstag, 20.06.2015: Gespannt erwarteten wir die Ankunft unserer rumänischen Austauschpartner am Stadthäger Bahnhof. Um ca. 18 Uhr war es dann soweit, und wir standen ihnen zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber, denn zuvor bestand der Kontakt ja nur über E-Mail, Skype oder Whatsapp.

Nachdem jeder seinen Partner gefunden hatte, ging es auch schon zu den Gastfamilien, mit denen das restliche Wochenende verbracht wurde.

Für die nächsten Tage stand uns ein starkes Programm bevor: Gleich drei (Groß-)Stadtbesuche an drei Tagen. Montag: Hannover, Dienstag: Hamburg und Mittwoch: Berlin. In Hannover haben wir unter anderem das Rathaus, dessen Turm mit dem schiefen Fahrstuhl und das 96-Stadion besichtigt. In Hamburg warteten das Miniaturwunderland und das Dungeon auf uns, und in Berlin waren sowohl eine Sightseeing- als auch eine Shoppingtour angesagt. Der Besuch einiger Denkmäler ermöglichte uns einen kleinen Rückblick in die neuere Geschichte.

Am Donnerstag, den 25.06. nahmen die Rumänen am Schulunterricht teil. Weil die Austauschgruppe am Montag schon durch die Schule geführt worden war, kamen ihnen die Räumlichkeiten schon etwas bekannt vor. Danach besuchten sie das Faurecia-Werk in Stadthagen. Später haben einige Gruppen noch etwas zusammen unternommen. Für zwei Schulstunden am Freitag durften die Rumänen nochmals den RGS-Unterricht erleben und mit Schülern der SV über deren Arbeit sprechen. Um 11:30 Uhr empfing der Bürgermeister die Gastschüler im Rathaus. Am Abend wurde das Sommerkonzert unserer Schule zu einem der Highlights des Austausches, und in guter Stimmung feierten dann viele den Abschluss des Besuchs in Deutschland im Bistro in Stadthagen.

Früh am Sonntagmorgen (um 3.30 Uhr) verabschiedeten wir am Festplatz unsere rumänischen Freunde, die mit einem Reisebus zum Dortmunder Flughafen gebracht wurden, um von dort wieder nach Hermannstadt zu fliegen.

Ende der Sommerferien, am Samstag, 29.08.2015, war es dann endlich soweit: Im Halbschlaf, es war mal wieder erst 3.30 Uhr, stiegen wir am Festplatz in den Bus, um mit dem Flugzeug von Dortmund nach Sibiu zu fliegen, so wie es uns die Rumänen schon vorgemacht hatten. Um 11 Uhr kamen wir teils kaputt, teils aufgeregt, aber glücklich am Zielort an, wo uns die rumänischen Schüler samt Familien schon sehnsüchtig erwarteten. Nach einem „In-die-Arme-Fallen“ der deutschen und rumänischen Schüler ging es zu den Gastfamilien, damit wir uns ein bisschen von der Reise erholen und einrichten konnten.

Der Sonntag wurde mit den Gastfamilien zusammen verbracht. Für die nächsten Tage waren hauptsächlich Gruppenaktivitäten geplant. Am Montag wurden wir durch unsere Partnerschule, das Colegiul National Pedagogic „Andrei Saguna“ Sibiu (CNPAS), geführt und erarbeiteten danach in Gruppen Projekte (z.B. zu den Themen: Land, Sprache, Traditionen), die dann später vorgestellt wurden. Nach einer Mittagspause folgte eine Stadtrallye, deren Gewinnergruppe sogar ein Präsent erhielt. Bei einem Busausflug tags darauf sagten wir Dracula in seiner Burg „Guten Tag“, schauten uns die Stadt Brasov an und entdeckten Geheimgänge in einer Kirchenburg.

Mittwoch haben wir zwei soziale Projekte in der Nähe von Hermannstadt kennengelernt: Hier wird Kindern aus ärmlichen Verhältnissen die Möglichkeit geboten, eine Schule zu besuchen. Als wir um die Mittagszeit wieder in Sibiu ankamen, fand noch eine kleine Überraschungsparty für zwei der deutschen Schülerinnen, die Geburtstag hatten, statt. Am nächsten Tag machten wir auf der „Hohen Rinne“ eine Wandertour mit Picknick. Da es, wie die letzten Tage auch, weit über 30 Grad waren, klebten uns die Klamotten sehr bald am Körper. Mit der Seilbahn ging es zum Schluss den Berg wieder hinunter und mit dem Bus zurück nach Sibiu.

Der Freitag war dann unser letzter Tag. Zuerst fuhren wir mit dem Bus zur Alba Iulia, einer großen Burganlage und danach zur Salina Turda. Es handelt sich dabei um einen unterirdischen Vergnügungspark in einer ehemaligen riesigen Salzgrube. Etwas Vergleichbares hatten viele der deutschen Schüler noch nicht gesehen. Die Salzgrube war u.a. mit einer Bowlingbahn, Tischtennisplatten, Minigolfbahnen, einem Riesenrad und einem großen Salzsee ausgestattet, auf dem man munter Boot fahren konnte. Nach diesem letzten großartigen Event brachte uns der Bus zurück nach Sibiu, wo wir in Kleingruppen den Abend verbrachten. Nun hieß es Abschied nehmen, denn am 05.09.2015 ging der Flug zurück nach Deutschland. Nachdem sich alle (einige mit Tränen in den Augen) in die Arme gefallen waren, checkten wir ein. So ging unser Austausch zu Ende.

Fazit: Obwohl das Wetter sowohl in Deutschland als auch in Rumänien nicht immer so mitgespielt hat, wie man es sich gewünscht hätte, war der Austausch ein Erfolg. Das Programm war abwechslungsreich. Man hat die Menschen, das Land, die Sprache und die Kultur näher kennen gelernt, und es sind tiefere Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch über Jahre halten werden.

Herzlichen Dank an die Organisatoren, Herrn Hildebrandt, Frau Zoppelt und Frau Egri!

Nina Dopheide

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